Aus für die Kuna

EU gibt grünes Licht: Kroatien bekommt den Euro

Ausland
01.06.2022 17:21

Kroatien erfüllt nach einer abschließenden Bewertung der EU-Kommission die Voraussetzungen für die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro. Wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte, können damit die noch ausstehenden EU-Beschlüsse zur Umstellung getroffen werden. Kroatien will seine Landeswährung Kuna ab dem 1. Jänner nächsten Jahres durch den Euro ersetzen.

Damit wird Kroatien der 20. EU-Mitgliedsstaat sein, der die Gemeinschaftswährung einführt. Als bisher letztes Land war 2015 Litauen in den Kreis der Euro-Länder aufgenommen worden. Kroatien bemühte sich seit Jahren, die Kriterien für eine Aufnahme zu erfüllen. Seit 2013 ist das Land an der Adria bei der Europäischen Union.

„Weniger als ein Jahrzehnt nach seinem EU-Beitritt ist Kroatien nun bereit, dem Euro-Währungsgebiet am 1. Januar beizutreten“, kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Entscheidung. Dies werde die kroatische Wirtschaft stärken und den Bürgern, den Unternehmen und der Gesellschaft insgesamt Vorteile bringen. Durch die Einführung des Euro in Kroatien werde auch der Euro insgesamt gestärkt. Auf Twitter gratulierte sie Premierminister Andrej Plenkovic dazu.

Steigende Lebenshaltungskosten befürchtet
In Kroatien sieht vor allem der Fremdenverkehr der Einführung des Euro mit großen Erwartungen entgegen. Das Land mit der langen Adriaküste, den vielen malerischen Buchten und Inseln, lebt stark vom Tourismus. Zugleich befürchten viele Menschen, dass durch die Umstellung auf die europäische Gemeinschaftswährung die Lebenshaltungskosten stark steigen könnten.

Den förmlichen Beschluss über die Euro-Einführung in Kroatien soll der Rat der 27 EU-Mitgliedsstaaten in der ersten Juli-Hälfte fassen. Schwierigkeiten werden nach der eindeutigen Bewertung der EU-Kommission allerdings nicht erwartet.

Verpflichtung zu Euro-Beitritt
Laut EU-Verträgen sind alle Mitgliedsstaaten bis auf Dänemark verpflichtet, der Gemeinschaftswährung beizutreten, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen. Mehrere Staaten, darunter Schweden und Ungarn, verfolgen dies aber nicht mit Nachdruck.

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