20.05.2022 13:46 |

Impfstoff wird Thema

Erster Fall von Affenpocken in Deutschland

Bei einem Patienten in Deutschland ist erstmals das Affenpockenvirus zweifelsfrei nachgewiesen worden. Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr habe das Virus festgestellt, teilte der Sanitätsdienst der Bundeswehr mit. Der Patient habe die für die Infektion charakteristischen Hautveränderungen gehabt. Seit Anfang Mai gibt es in mehreren europäischen Ländern sowie Australien und den USA Ausbrüche der Affenpocken - in Österreich gab es bisher keinen Fall.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief zuletzt zu einer rigorosen Nachverfolgung aller Kontakte von Betroffenen auf - ein Großteil oder womöglich sogar alle Fälle bisher betreffen Männer. Die meisten Nachweise von Affenpocken-Infektionen gab es bislang in Großbritannien - inzwischen gibt es dort 20 Fälle. Zusätzlich zu den neun bereits bekannten seien elf weitere Fälle festgestellt worden, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Freitag mit.

Großbritannien kauft Pocken-Impfstoff
Einem BBC-Bericht zufolge hat die britische Regierung deshalb Pocken-Impfstoff eingekauft. Er soll einen gewissen Schutz gegen die Erkrankung bieten. Eine Sprecherin der britischen Gesundheitsbehörde sagte, das Vakzin solle Menschen mit höherem Risiko einer Infektion angeboten werden. Das Risiko für die allgemeine Bevölkerung sei weiterhin sehr niedrig, hieß es. 

„Die meisten Fälle sind mild, und ich kann bestätigen, dass wir weitere Dosen an Impfstoffen besorgt haben, die effektiv gegen Affenpocken sind“, erklärte Gesundheitsminister Javid. Auch wenn das Vakzin nicht speziell auf das Affenpocken-Virus zugeschnitten ist, soll es vor allem gegen schwerere Erkrankungen schützen können. Routinemäßige Impfungen gegen Pocken wurden in Großbritannien der BBC zufolge in den 1970er-Jahren eingestellt, als man die Krankheit im Land für ausgerottet erklärte.

Impfempfehlung bisher nur für Risikogruppen
Der WHO zufolge gilt bisher eine Impfempfehlung nur für bestimmte Risikogruppen wie Laborpersonal und bestimmte Ersthelfer. Man werde dies jedoch zeitnah überprüfen. Außerdem sei ein neuer Impfstoff gegen Pocken und Affenpocken zugelassen worden, der aber über nationale Reserven hinaus noch nicht weitreichend verfügbar sei.

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