15.05.2022 13:57 |

„Zurück zum Ende“

Strache kehrt für TV-Doku nach Ibiza zurück

Drei Jahre ist es her, dass ein heimlich aufgenommenes Video die ÖVP-FPÖ-Regierung sprengte: Auf Ibiza erzählte ein alkohol- und testosterongeschwängerter Heinz-Christian Strache einer vermeintlichen Oligarchennichte das Blaue vom Himmel. In der Dokumentation „Herr Strache fährt nach Ibiza - Zurück zum Ende“, die am Dienstag um 20.15 Uhr auf PULS 24 ausgestrahlt wird, wird der ehemalige FPÖ-Chef mit seinen Aussagen konfrontiert - in der Finca, in der alles begann.

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„Das ist nicht das Wohnzimmer, in dem wir waren“ - dass bei Strache die Erinnerung an den Juliabend im Jahr 2017 ebenso wenig vorhanden ist wie die Einsicht, damals politisch Verwerfliches gesagt zu haben, zeigen schon dessen erste Worte beim Betreten der Finca. Wie es sich anfühlt? Nach drei Jahren sollte man die Geschehnisse abgearbeitet haben, erzählt er Corinna Milborn. Dennoch sei das Video „eine völlige Neuordnung meines Lebens in allen Belangen“ gewesen.

Einen Sinneswandel hat es bei Strache seither nicht gegeben, wie auch „Zurück zum Ende“ zeigt. Nach wie vor glaubt er an die Verschwörung und beteuert, sich an jenem Abend von möglicher Korruption eigentlich eher distanziert als davon fantasiert zu haben. „In der Nachbetrachtung war der Rücktritt als Parteichef ein Fehler“, meint er ein weiteres Mal. Und die Legende will Strache auch mit der Versteigerung seines legendär gewordenen T-Shirts befeuern - das natürlich für einen guten Zweck.

Aber nicht nur Strache kommt in der 50-minütigen Doku zu Wort, auch der Drahtzieher des Videos, Julian Hessenthaler. Er bestreitet etwa ein weiteres Mal, den „Protagonisten“ des Videos, Strache und dessen damaligem Parteifreund Johann Gudenus, heimlich Drogen verabreicht zu haben - was ja Strache weiterhin vermutet. Und er erzählt, dass Gudenus ihm gegenüber vor dem heimlichen Dreh Befürchtungen hinsichtlich einer Videofalle geäußert haben soll.

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