LH im Interview

Pragmatische Hilfe gegen den steigenden Strompreis

Die Energiepreise steigen exorbitant – egal ob Gas, Treibstoffe oder Strom. Wie könnte man den vielen Menschen wirksam helfen, die jetzt ihren Gürtel enger schnallen müssen? Eher nicht mit staatlicher Gewinnabschöpfung bei Stromkonzernen, meint LH Thomas Stelzer . Er hat aber Ideen, die pragmatischer sind.
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„Krone“: Ich hab’ schon einen möglichen Titel: „Stelzer will am Strompreis schrauben“.
Stelzer: (Lacht) Wenn das so leicht ginge, täte ich das gerne. Aber ja, es ist ein Riesenthema, mit dem man die Leute nicht alleine lassen darf. Als Ansatzpunkt gibt’s jetzt das Thema der „vom Himmel gefallenen Gewinne“. Bei diesen sogenannten „windfall profits“ muss man sich wirklich was überlegen. Aber ich glaube, ohne dass man in den Markt oder das Aktienrecht eingreift.

Was bleibt denn dann überhaupt Wirksames übrig?
Es gibt zwei Stoßrichtungen. Das eine ist, dass die Unternehmen, wie unsere Energie AG, Investitionen erhöhen oder beschleunigen. Da hat zwar auch jeder was davon, aber nicht unmittelbar. Zweiteres ist, ob diese gut verdienenden Unternehmen nicht Sonderdividenden ausschütten sollten. Die könnte man dann als Miteigentümer nutzen, denen zu helfen, die sich Tarife nicht mehr leisten können.

Es gäbe auch das Mittel eigener sozialer Stromtarife für bedürftige Menschen. Oder, andere Methode, staatliche Preisobergrenzen.
Also staatliche Markteingriffe in Preisbildungen, das hat es ja in Österreich lange gegeben. Ich würde einmal sagen: Solange wir uns noch anders rühren können und Möglichkeiten haben, den Leuten zu helfen, etwa mit den erwähnten Sonderdividenden, bin ich eher für das. Weil sonst öffnest du die Büchse der Pandora: Wenn man einmal in den Markt eingreift, wieso dann nicht nächstes Mal wieder?

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