14.05.2022 11:42 |

„Große Katastrophe“

21 Tote: Nordkorea ruft Notstand wegen Fieber aus

Nordkorea hat 21 weitere Todesfälle wegen eines „unbekannten Fiebers“ gemeldet. Ob die Fälle mit dem Ausbruch des Coronavirus im Land zusammenhängen, ist noch unklar. Offiziell war ein Toter an Covid-19 erkrankt. Der Staatschef Kim Jong Un hat den Notstand ausgerufen und einen landesweiten Lockdown angeordnet.

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„Wenn wir bei der Umsetzung der Seuchenpolitik nicht den Fokus verlieren und auf der Grundlage der Einigkeit von Partei und Volk eine starke Organisationskraft und Kontrolle aufrechterhalten, können wir die Krise überwinden“, sagte Kim laut der Nachrichtenagentur KCNA. Der Ausbruch von Covid-19 sei eine „große Katastrophe“. In der Hauptstadt Pjöngjang war eine Untervariante des Omikron-Erregers entdeckt worden. Soweit bekannt, ist die Bevölkerung Nordkoreas nicht gegen Covid-19 geimpft.

Noch keine Infektionszahlen bekannt
Wie viele Menschen sich damit infiziert haben, gab Kim nicht bekannt. Seit Ende April sollen 27 Menschen an einem unbekannten Fieber gestorben sein. Einen Todesfall führten die Behörden auf Covid-19 zurück. Die Mehrzahl der Verstorbenen könnte an einer Überdosis von Medikamenten „aufgrund mangelnder Kenntnisse über Behandlungsmethoden“ ums Leben gekommen sein, berichteten Mitarbeiter der Seuchenkontrolle auf einer Dringlichkeitssitzung der regierenden Arbeiterpartei.

Insgesamt haben laut KCNA bisher mehr als 524.000 Nordkoreaner Anzeichen von Fieber gezeigt, mehr als 280.000 Menschen würden derzeit medizinisch behandelt. Tatsächlich dürften mehr Personen erkrankt sein, da die Testmöglichkeiten begrenzt sind.

Kim rief aufgrund der Seuche den Notstand aus und ordnete einen landesweiten Lockdown an. Die Gesundheitsbehörden müssten von den Erfahrungen anderer Länder wie China lernen. Der Machtinhaber bot zudem an, Medikamente aus seinem privaten Depot an Familien in besonderen Notlagen zu spenden.

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