12.05.2022 06:00 |

Schäden in Ukraine

Pipeline-Problem: Trotz Störung fließt Gas weiter

Schäden an einer ukrainischen Pipeline reduzieren die Liefermengen nach Europa. Trotz der Störung fließt Gas derzeit wie bisher zu uns nach Österreich. Man sei aber „auf den Ernstfall vorbereitet“, heißt es aus dem Energieministerium von Leonore Gewessler (Grüne). 

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Die gute Nachricht zuerst: Russisches Gas fließt weiter in den normalen Mengen nach Österreich, für die nächsten Tage erwartet man bei der E-Control keine Störung. Aber man sei ohnedies auf mögliche Schwankungen vorbereitet, heißt es aus dem Energieministerium.

Druck in Gasleitungen auf Normalniveau
Österreich bezieht Gas aus mehreren Pipelines in der Ukraine und aus der Nord Stream 1, die durch Polen und Deutschland verläuft. Der Druck in den Gasleitungen liege auf Normalniveau, heißt es aus dem Ministerium. Die von der Ukraine angekündigte Einstellung des Transports betreffe nur einen Teil des ukrainischen Leitungsnetzes, betont man im Energieministerium.

Gazprom will Lieferverträge weiter erfüllen
Doch insgesamt strömt derzeit weniger Gas nach Europa. Die Ursache ist eine durch Kriegshandlungen in der Ukraine zerstörte Verdichterstation in der Nähe von Luhansk. Das beeinflusst eine von mehreren Pipelines, die Liefermenge reduzierte sich von 95 auf 72 Millionen Kubikmeter pro Tag. Jetzt versucht man das Gas innerhalb der Ukraine umzuleiten, zum Glück sind andere Routen derzeit nicht voll ausgelastet. Die Gazprom will ihre Lieferverträge weiter erfüllen.

Russland hat vor zweieinhalb Monaten einen Krieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen. Besonders in der Ostukraine gibt es schwere Kämpfe. Am Dienstag erklärte das russische Militär, gemeinsam mit prorussischen Separatisten bis an die Verwaltungsgrenzen des Gebiets Luhansk vorgedrungen zu sein.

Ringen um Öl-Embargo gegen Russland
Die EU-Kommission hatte unlängst vorgeschlagen, wegen des Ukraine-Kriegs den Import von russischem Rohöl in sechs Monaten zu beenden. Einige Länder stemmen sich gegen die Pläne. „Sollte die Europäische Union die Importe von russischem Öl stoppen, würde dies unsere Wirtschaft zerstören“, sagte etwa Ungarns Außenminister Peter Szijjarto am Mittwoch.

Als Kompromiss schlug die Kommission nun vor, Ungarn und der Slowakei bis Ende 2024 sowie Tschechien bis Mitte 2024 Zeit einzuräumen, um den Importstopp für Öl vollständig umzusetzen. Frankreich zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, dass es im Tauziehen um das neue Sanktionspaket gegen Russland noch diese Woche eine Einigung geben könnte.

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