Experte über ÖFB-Star:

„In Spanien eher unüblich!“ Alaba begeistert Real

Sein Abschied vom FC Bayern München kam für viele überraschend, doch rund ein Jahr danach kann man wohl ohne Zweifel sagen: David Alaba hat mit seinem Wechsel zu Real Madrid einiges, wenn nicht sogar alles richtig gemacht! „Alaba weiß aus der Bundesliga, wie man die Fans mitreißt, das ist in Spanien eher unüblich und nun wissen es Fans wie Mitspieler hier sehr zu schätzen“, ist auch Nils Kern, Chefradakteur von REAL TOTAL, im Gespräch mit sportkrone.at begeistert.

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Warum verlässt er bloß den FC Bayern München? Das dachten sich wohl viele Fußball-Aficionados im Sommer 2021. Trotz zahlreicher Erfolge beendete David Alaba sein sportliches Kapitel in München. Sein Wechsel zu Real Madrid war nicht nur aus rot-weiß-roter Sicht ein absoluter Transfer-Hammer.

Alaba hat viele überrascht“
Neues Team? Kein Problem! Von Tag eins an hatte man das Gefühl, Alaba sei ein absoluter Leader bei Real. „Er bringt eine ganz neue Art in die Mannschaft, so wie er mit seinen Mitspielern redet, sie anfeuert und wie er mit ihnen Tore bejubelt, ist das eine ganz andere, herzlichere Art, als man es vom ebenfalls sehr leidenschaftlichen, aber auch etwas ‘herrscherischen‘ Sergio Ramos kennt“, beschreibt Nils Kern, Chefradakteur von REAL TOTAL, die Rolle des Österreichers. „Dass er direkt zum neuen Abwehrchef aufstieg, hat viele überrascht, aber wenn man ihn beobachtet, ist es nur logisch!“ Kern kennt Real wie kein Zweiter, war bereits mehrfach bei TV-Sendern wie Sky als „königlicher“ Experte zu Gast und zuletzt auch Teil von DECODED Real Madrid bei DAZN.

Knapp ein Jahr ist seit Alabas Wechsel nun vergangen. Und die Bilanz bei den „Königlichen“ kann sich sehen lassen: Den Gewinn der spanischen Meisterschaft konnte er mit seinen Kollegen bereits fixieren. Wie groß war der Anteil des ÖFB-Stars? „Da es bei Real Madrid 2021/22 nicht nur auf Spielerisches oder Logisches ankommt, sondern auch viel auf Emotionales, ist Alaba absolut einer der Faktoren“, unterstreicht Kern. Insgesamt war es bereits Davids elfter Meistertitel. In den fünf großen europäischen Ligen haben nur die Manchester-United-Legenden Ryan Giggs (13) und Gary Neville (12) sowie Real Madrids Ikone Francisco Gento (12) mehr Meisterschaften gewonnen.

CL-Finale und ein Klappsessel
Zudem kann der 29-Jährige seine erste Saison bei Real auch noch mit dem Champions-League-Triumph krönen. Nach Aufholjagden im Achtel-, Viertel- und Halbfinale wartet am 28. Mai im Endspiel der FC Liverpool. „Direkt als Leader akzeptiert, war er einer derer, die die Mannschaften zu den Remontadas gegen PSG und Co. geführt haben. Gegen City musste es ohne ihn gehen, aber an sich ist er schon schwer zu ersetzen, auch weil sich die Stärken und Schwächen von Alaba und Militao sehr gut ergänzen“, sagt Kern über Reals Innenverteidiger-Duo.

Sein Jubel bei der Champions-League-Wende gegen Paris Saint-Germain sorgte weltweit für Schlagzeilen. Nach dem dritten Treffer von Karim Benzema reckte der Wiener einen Klappsessel wie die Champions-League-Trophäe gen Himmel. Medien und Fans in Madrid sind beim Thema David Alaba bereits nach einem Jahr Feuer und Flamme, das bestätigt auch Kern, der in Spanien (Madrid) und Deutschland (Nürnberg) lebt. „Die Meinungen könnten kaum größer, besser sein. Einerseits hatte Real in den letzten Jahren oft unerfahrene, junge Talente geholt, da tat es gut, jemanden zu haben, der sofort funktionierte und Verantwortung übernahm. Medien wie Fans schwärmen oft von Alaba, auch wenn andere nochmal eher im Spotlight stehen wie Benzema, Courtois, Modric und Co.“

„Ramos trauert hier tatsächlich niemand nach“
Mit Sergios Ramos hat sich eine Legende vergangenes Jahr aus der spanischen Hauptstadt verabschiedet. Alaba hat ihn vergessen gemacht, das bestätigt auch Kern, der sich kein Spiel des „Weißen Balletts“ entgehen lässt: „Besser geht immer, speziell das Thema Lufthoheit im eigenen Strafraum, aber Ramos trauert hier tatsächlich niemand nach, da er schon ein schwaches 2020/21 hatte und man ja sieht, was mit ihm in Paris ist.“

Rüdiger kommt! Neue Alaba-Position?
Im Sommer wird die Konkurrenz in der Abwehr größer: Real holt Antonio Rüdiger vom FC Chelsea. „Ja, Real Madrid könnte und wird eine deutschsprachige Abwehr haben. Aber eine mit sehr vielen Optionen“, freut sich Kern. „Ancelotti ist eigentlich ein großer Fan der Viererkette und traut sich selten neue Systeme zu, aber mit Rüdiger-Militao-Alaba könnte man auch gut auf Dreierkette umstellen oder Alaba auch links raus rücken, weil Mendy eher eine durchschnittliche Saison spielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Militao auf die Bank soll, eher könnte ich mir Alabas Rausrücken vorstellen, was seine Schwächen im Kopfballspiel kaschieren würde.“

Nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des grünen Rasens kann Alabas Wechsel als goldrichtig abgestempelt werden: Blickt man allein auf die Followerzahlen auf seinen Konten in den sozialen Netzwerken, konnte der Wiener seine Popularität noch einmal deutlich erhöhen. Stammplatz bei Bayern München aufgegeben, neues sportliches Abenteuer in Madrid gestartet - David Alaba hat 2021 alles auf eine Karte gesetzt. Und Mut gehört ja bekanntlich belohnt …

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