„Knopf im Ohr“

4 Fahrschul-Schwindler auf einen Streich erwischt

Vier auf einen Streich: Eine aufmerksame Aufsichtsperson entlarvte am Freitag bei einer theoretischen Führerscheinprüfung in einer Linzer Fahrschule insgesamt vier Schummler, die mit Mini-Kameras und „Knopf im Ohr“ von außen die richtigen Antworten eingeflüstert bekamen. Insgesamt waren 33 Prüflinge angetreten.
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Ein Somalier (26) und zwei Afghanen (29 und 53 Jahre alt) hatten im Brustbereich ihrer Kleidung Mini-Kameras à la James Bond versteckt. Über nur stecknadelgroße Hörgeräte wurden sie mit den richtigen Antworten versorgt. Ein Syrer (35) war besonders gefinkelt. Er hatte seine Spezialkamera im Ärmel seines karierten Hemdes untergebracht, fiel nur auf, weil er seinen linken Arm ganz still hielt. Alle vier Übeltäter dürfen erst in neun Monaten erneut zur Prüfung antreten.

Kein Strafdelikt
Eine andere Sanktion gibt es nicht, weil Schummeln bei Prüfungen kein Strafbestand ist, wie Joachim Steininger, Obmann der hundert oberösterreichischen Fahrschulen, sagt: „Ich werde immer wieder von den Behörden mit dem Problem des Schwindelns konfrontiert.“

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Im Wesentlichen ist das im Zentralraum ein Thema, in ländlichen Fahrschulen gibt es das hingegen kaum.

Joachim Steininger, Obmann der oberösterreichischen Fahrschulen

Hintermänner verdienen sich goldene Nasen
Steininger verweist aber auch darauf, dass die Sprachbarriere der Hauptgrund für die Schummeleien ist, bei denen sich die Hintermänner goldene Nasen verdienen: „Die Prüfungen gibt es nur in Deutsch, Englisch, Slowenisch und Kroatisch. Viele Migranten haben ohne Tricks keine Chance, was auch schade ist, weil man ohne Führerschein oft keinen Job bekommt.“

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