27.01.2005 15:10 |

Spatzi-Vergleich

Warum Michelangelos David einen so Kleinen hat

Eigentlich ist er ja sehr beeindruckend, der Herr David von Michelangelo. Wie er in Florenz so dasteht in seiner ganzen Pracht von 4,34 Metern. Perfekter Körper, definierte Muskeln, wie Mann es sich wünscht. Nur etwas ist ungewöhnlich: Davids bestes Stück ist viel zu klein! Oder doch nicht?
Angeblich hat sich Michelangelo nicht ungebührlichzurückgehalten, als er seinen David aus Stein meißelte.Und der echte David muss auch nicht unbedingt schlecht bestücktgewesen sein. Zwei Medizin-Professoren aus Florenz glauben, daskleine Rätsel gelöst zu haben.
 
Die Professoren Massimo Gulisano und Pietro Bernabeihaben bei einer Computer-Untersuchung der Statue festgestellt:Das Werk ist, anatomisch gesehen, verblüffend genau. Dergroße Mann mit dem kleinen Spatzi ist quasi ein Schnappschussdes alttestamentarischen David, kurz bevor er den Riesen Goliathmit der Steinschleuder erledigt. Und da hat er schlicht Angst!
 
Angst macht's Spatzi klein
Haltung, Arm-, Bein- und Stirnmuskeln, geweiteteAugen, zusammengezogene Brauen und geblähte Nasenlöcherspiegeln wider, was David in diesem Augenblick empfindet - Anspannung,Aggression, Todesangst. In so einem Moment ist es typisch, dasssich die Geschlechtsorgane zusammenziehen, so Professor Bernabei.
 
Ob Michelangelo all das bedacht wirklich hat oderob er sich einfach nicht getraut hat, den Schniedel des späterenIsraelitenkönigs größer zu machen, sei dennochdahin gestellt...
 
Perfect Body?
Übrigens ist Davids Körper auch nicht soperfekt, wie er ausschaut. Der britische Körperbau- und TrainingsexperteAlan Herdman hält 'ihn sogar für ein körperlichesWrack. Er hätte Kreuzschmerzen und das Becken täte ihmweh, außerdem sagt er ihm Hammerzehen und einen Silberblicknach.
 
Mit diesen Informationen fällt es Männernsicher leichter, wenn ihr schlaffer Körper mit dem von Davidverglichen wird...
Sonntag, 20. Juni 2021
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