Formel-1-Auftakt

Wolff: „Es macht auch Spaß, das Ruder zu drehen“

Formel 1
17.03.2022 06:12

Am Sonntag startet die Formel 1 in Bahrain in die neue, von vielen Regeländerungen begleitete Saison. Mercedes-Teamchef Toto Wolff über persönliches Kribbeln, Glaskugel-Lesen und Hamiltons Tatendrang.

„Krone“: Toto, am Sonntag gehst du in Bahrain in deine zehnte Saison als Mercedes-Teamchef. Noch immer mit dem selben Kribbeln im Bauch oder ist schon viel Routine dabei?
Toto Wolff: Dasselbe Kribbeln, aber gerade diese Saison ist die Motivation sehr hoch, obgleich es den Jahren zuvor schon ähnelt. Die Punkte sind auf null, die Tests sagen nicht wirklich etwas aus. Wir müssen also versuchen, unseren Platz an der Spitze wieder zu gewinnen. Es kann nicht besser sein.

Wie generierst du deine persönliche Motivation?
Es macht mir Spaß. Die Schnittstelle zwischen Business und Sport, die Abwechslung des Jobs. Einerseits die Stoppuhr an der Strecke, andererseits willst du, dass das Ding wächst.

Die Saison bringt große Regeländerungen. Haben diese ihre Wirkung erreicht?
Es sieht so aus, als würde man dem vornefahrenden Auto gut folgen können, das kann Abwechslung und Überholmanöver bringen.

Mercedes ist deiner Aussage zufolge nur dritte Kraft. Wie kannst du den Fans für Bahrain Hoffnung machen?
Niemand weiß, wer mit wie viel Sprit getestet hat, wer den Motor wie stark aufgedreht hat. Aber wenn man schätzen müsste, würde ich sagen, dass der Red Bull klar vorne ist, dann der Ferrari. Wieviel Abstand zu uns ist, weiß ich nicht. Zudem haben wir den McLaren nicht wirklich gesehen. In Wahrheit ist es bis zum Samstag Lesen aus der Glaskugel.

Aber die Saison ist lang ...
Genau. Wir müssen Rennen für Rennen betrachten. Wenn wir im vierten 30 Punkte hinten sind, ist noch nichts verloren. Die Saison wird nicht nur über den Speed gehen, sondern auch über die Haltbarkeit. Und es macht auch Spaß, das Ruder drehen zu können.

Bei Max Verstappen ist mit dem WM-Titelgewinn viel Druck abgefallen. Rechnest du, dass er noch stärker auf der Strecke agieren wird?
Ich möchte Max nicht kommentieren. Er ist Red-Bull-Fahrer. Ich verstehe ihn auch zu wenig, das kann der Doktor machen.

Apropos Doktor. Helmut Marko läuft derzeit mit einem breiten Grinsen in der Boxengasse auf und ab ...
Helmut hat nach den Tests Grund für Optimismus. Das ist gut für ihn.

Wie kampfbereit und fokussiert ist Lewis Hamilton?
Lewis ist motiviert, happy, ausgeglichen und voller Tatendrang. Im Englischen würde man sagen ,in a good place in his life’. Außerdem ist die Positivität in unserem Team jetzt wieder zurückgekehrt.

Stefan Burgstaller
Stefan Burgstaller
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(Bild: KMM)



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