Vorbereitungen in OÖ

Größere Flüchtlingswelle als 2015/16 befürchtet

Oberösterreich
10.03.2022 20:00

 Heillos überfüllte Bahnhöfe, verzweifelte Gesichter, gespaltene Asylpolitik: Vielen Oberösterreichern erinnern sich noch an Bilder wie diese aus der Flüchtlingswelle 2015/16. Nun steht ein neuerlicher Zustrom bevor - das Land rüstet sich für Kriegs-Vertriebene aus der Ukraine. Aus den derzeit knapp 600 betreuten Ukrainern könnten bald Tausende werden - darauf deuten Prognosen hin. 

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden in den acht organisierten Notschlafquartieren mit knapp 600 Ukrainer versorgt. Zusätzlich organisieren sich zahlreiche Landsleute und Flüchtlinge selbstständig Privatunterkünfte, deren Zahl nicht genau abgeschätzt werden kann. „Wir bereiten uns seit Beginn des Krieges auf die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen vor. Die Zahlen steigen an, aktuell haben wir 900 Notschlafplätze vorbereitet. Mit unserem Stufenplan können wir innerhalb weniger Tage weitere Kapazitäten für den Bedarfsfall aktivieren“, erklärt Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer.

Prognose traut sich niemand zu
Im Zuge einer Erstversorgung könnten bis zu 3000 Menschen mit dem Nötigsten wie einer Schlafstelle, sanitären Anlagen und Lebensmitteln betreut werden. Ob das reicht?  Zu einer konkreten Zahl, mit wie vielen Flüchtlingen man in Oberösterreich in den kommenden Wochen rechnet, will sich das Land OÖ nicht äußern. Doch die Entwicklung der vergangenen Tage lässt erahnen, in welche Richtung es geht. Hattmannsdorfer: „Während bisher knapp 80 Prozent der Personen, die nach Österreich kommen, angeben weiter reisen zu wollen, gehen mittlerweile Prognosen davon aus, dass die Anzahl der in Oberösterreich untergebrachten Flüchtlinge, primär Frauen, Kinder und Ältere, die Dimensionen von 2015/16 übersteigen könnten.

Damals lag der Höchststand an Flüchtlingen, die in Oberösterreich grundversorgt wurden, bei 13.194 Menschen.

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