13.03.2022 18:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Rindsuppe, Frittaten und Co.: Kein Versand

Rindssuppe, Frittaten, Palatschinken - ein letztes Lieblingsessen hatte eine Oberösterreicherin einem schwer kranken Freund nach Wien geschickt. Als Express-Paket. Angekommen ist die Sendung nie, eine Nachforschung blieb ohne Ergebnis. Dennoch lehnte die Post eine Erstattung der Transportkosten zunächst ab.

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Am 2. Februar nachmittags hatte Hildegard D. das Packerl bei der Post aufgegeben und einen Express-Versand gewählt, was rund 20 Euro kostete. Beim Empfänger in Wien - einem Freund von Frau D., der schwer an Krebs erkrankt war - sollte die Sendung laut Leserin am Folgetag bis 13 Uhr zugestellt werden. Sollte, denn das Paket mit dem letzten Lieblingsessen kam einfach nicht.

Was folgte, waren Trauer - der Freund der Leserin ist leider eine Woche später verstorben - und Ärger mit der Post. „Anfangs hat der Kundendienst gesagt, man kümmere sich um eine Erstattung. Dann hieß es, ich müsse einen Nachforschungsauftrag machen“, so die Oberösterreicherin. Der brachte offenbar auch kein Licht ins Dunkel. Dann kam ein Schreiben des Kundenservice, in dem eine Refundierung des Geldes abgelehnt wurde, denn es habe einen Zustellversuch gegeben. Was Frau D., die sich letztlich an die Ombudsfrau wandte, bestreitet.

Geld ausnahmsweise erstattet
Die Österreichische Post bedauerte aufrichtig die Unannehmlichkeiten und dass Transport und Zustellung hier nicht funktioniert haben. Frau D. wurde ihr Geld nun zurückerstattet. Gleichzeitig wies man aber auch darauf hin, dass der Versand schnell oder leicht verderblicher Ware laut Geschäftsbedingungen ausgeschlossen ist. Würden solche dennoch verschickt, könne man keine Haftung übernehmen.

 Ombudsfrau
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