Russische Investments

Österreicher bangen um fast eine Milliarde Euro

Wirtschaft
06.03.2022 06:00

Um ihr Geld bangen müssen seit Ausbruch des Krieges jene Österreicher, die Geld am russischen Kapitalmarkt investiert haben - und es handelt sich dabei um enorme Summen.

Laut Oesterreichischer Nationalbank halten heimische Haushalte zehn Millionen Euro direkt in russischen Anleihen und sogar 222 Millionen Euro in Aktien. Dazu sind über Fonds mit 245 Millionen Euro in Anleihen und 425 Millionen Euro in russischen Aktien investiert.

Das ergibt in Summe 902 Millionen Euro!

(Bild: APA/Roland Schlager)

Doch derzeit sind die Beteiligungen, etwa an russischen Energiekonzernen oder Banken, de facto wertlos, da sie nicht gehandelt werden können. An der Börse Moskau gilt noch bis mindestens 8. März ein Handelsstopp. Zudem haben viele europäische Börsen russische Wertpapiere vom Handel ausgesetzt. Das heißt, Investoren können ihre Bestände nicht einmal zu Tiefstpreisen veräußern.

Böses Erwachen droht
Sollte der Handel eines Tages wieder aufgenommen werden, droht den heimischen Anlegern ein böses Erwachen. Die Kurse werden wohl ins Bodenlose gefallen sein. So verlor zuletzt die Sberbank über 90 Prozent an Wert, auch die Gazprom droht trotz der hohen Gaspreise aufgrund der Unsicherheit zum „Pennystock“ zu verkommen.

Investoren bleibt aktuell ohnehin nichts übrig, als abzuwarten. Doch bis die Depotwerte sich wieder erholen, dürfte es noch sehr lange dauern.

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