So, 19. August 2018

Sensations-OP

24.05.2011 17:41

Baby in Wiener AKH Kunstherz eingepflanzt

Mit einem schweren Herzfehler ist ein zehn Wochen altes Mädchen in die Obhut der Spezialisten des Wiener AKH übergeben worden. Ein sensationeller, in Österreich einzigartiger Eingriff rettete dem Baby das Leben: Die Mediziner pflanzten ihrer Patientin ein Kunstherz ein.

Kreislaufstillstand – und das bei einer akuten Herzmuskelschwäche. Mit diesen dramatischen Fakten waren die Ärzte auf der von Professor Dr. Arnold Pollak geleiteten Kinderklinik konfrontiert. Sofort mobilisierte der erfahrene Wiener Spitzenmediziner seine besten Leute. Doch um das Mädchen stand es äußerst schlecht. Und die Situation verschlimmerte sich stündlich.

Seltener Eingriff an einem so jungen Kind
"Die Beatmung hatte bei unserem kleinen Schützling ausgesetzt. Wir mussten das Baby wiederbeleben", schildert Dr. Ina Michel-Behnke, Leiterin der Abteilung für pädiatrische Kardiologie, den dramatischen Verlauf am Krankenbett. Um das Leben des damals zehn Wochen alten Wiener Säuglings zu retten, entschieden sich die behandelnden Ärzte für einen sensationellen Eingriff – das Einsetzen eines Kunstherzens, genauer gesagt eines "Berlin Heart".

Das speziell auf jüngere Patienten ausgelegte künstliche Herz liegt außerhalb des Körpers und unterstützt das eigentliche Herz des kleinen Mädchens bei der Pumpfunktion.

Vier Stunden operiert
Dr. Günther Laufer, Chef der Abteilung für Herzchirurgie: "Noch nie zuvor ist an einem so jungen Kind in Österreich eine solche Operation vorgenommen worden. Auch weltweit wird das nur selten gewagt." Vier Stunden lang kämpften die Mediziner mit Operateur Daniel Zimper um das Leben ihrer Patientin. Dann stand fest: Der kleine Körper hat das Kunstherz angenommen.

Laut Dr. Laufer soll es das 5,5 Kilo schwere Mädel so lange versorgen, bis das eigene Organ wieder stark genug ist. Oder bis ein Spender gefunden ist. Dr. Laufer: "Wir sind sehr zuversichtlich."

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