Fr, 22. Juni 2018

Disco-Rauferei

25.05.2011 11:33

Marko Arnautovic: "Vielleicht hassen mich die Fans"

Nachdem Marko Arnautovic in der Nacht auf Sonntag in der Bremer Disco "La Viva" von einem Gast geohrfeigt wurde, vermutet der problematische Ballkünstler, dass er bei den Werder-Fans in Ungnade gefallen ist. Am Dienstag meinte der 22-Jährige: "Vielleicht hassen sie mich, weil ich zu wenige Tore geschossen habe. Das wäre schade."

Über seine Kontrahenten im Disco-Zwist beschwerte sich Arnautovic am Mittwoch in der "Bild": "Möglicherweise ist ihnen der Alkohol zu Kopf gestiegen. Die Jungs haben ohne Grund meinen Bruder angegriffen, da musste ich dazwischen gehen und habe selbst einen Schlag abbekommen. Jetzt komme ich sogar unschuldig in die Schlagzeilen!"

"Bumm, das war's"
Bruder Danijel hingegen sagte zu dem Vorfall, dass Marko aus einer Gruppe heraus völlig zu Unrecht attackiert wurde: "Marko kassierte von der Seite eine Backpfeife. Bumm, das war's. Der Angriff kam aus dem Nichts. Vermutlich waren Alkohol und Hass im Spiel", vermutet auch Danijel. Arnautovic hat sich demnach nicht einmal gewehrt. "Ich hatte Schmerzen, aber die sind inzwischen fast weg", sagt der Wiener mit serbischen Wurzeln, der in den nächsten Wochen urlauben wird.

Was auch immer in dem Lokal in der Nähe des Hauptbahnhofs vorgefallen ist, bei der Polizei gingen drei Anzeigen wegen Körperverletzung ein. Eine gegen Danijel Arnautovic, die weiteren gegen einen 28-jährigen bzw. einen 29-jährigen Kontrahenten. Marko Arnautovic soll nur als Zeuge aussagen. Insgesamt waren sieben Personen an dem Vorfall beteiligt.

Abgang durch die Hintertür
Nach der Keilerei musste Arnautovic die Disco durch den Hinterausgang verlassen. Der Stürmer hat umgehend die Klubführung informiert. "Marko hat die Situation dem Trainer geschildert. Wir werden in den nächsten Tagen noch mal besprechen, was da gelaufen ist", erklärte Werders Klubchef Klaus Allofs am Montag.

Laut Werder-Trainer Thomas Schaaf ist der österreichische Nationalspieler von sich aus auf ihn zugekommen. "Marko hat mir die Dinge sachlich dargestellt", berichtete Schaaf. Er fügte hinzu: "Es sind inzwischen ein paar Dinge bestätigt, dass es okay war, wie Marko sich verhalten hat."

Auch bei Constantini unten durch
Vor dem Spiel Werder Bremens im Saisonfinish in Dortmund war Arnautovic in einer Disco beim Feiern gesichtet worden. Trainer Schaaf hatte den ehemaligen Twente- und Inter-Mailand-Akteur daraufhin nicht in den Kader berufen. Auch Österreichs Teamchef Dietmar Constantini hat vorerst genug von den Eskapaden des Wieners. Für die anstehenden Länderspiele gegen Deutschland und Lettland verzichtet Constantini auf Arnautovic.

Aufgrund der enttäuschenden Auftritte gegen Belgien und die Türkei, vor allem aber wegen der Disziplinlosigkeiten rund um beide Partien - gegen Belgien diskutierte der 22-Jährige während eines Eckballs für Österreich an der Linie mit Constantini, nach dem Türkei-Match kam es zu einer Kabinenrangelei mit Stefan Maierhofer - war für den Nationaltrainer laut eigenen Angaben schon lange festgestanden, auf Arnautovic zu verzichten.

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