Umfrage zeigt:

So hart trifft die Teuerung die Wiener

Die meisten Wiener spüren die Inflation bereits auf ihrem Konto. 93 Prozent erwarten einen weiteren Anstieg der Fixkosten in diesem Jahr. Zum Leben bleibt immer weniger Geld - unabhängig vom Krieg in Osteuropa. Eine Umfrage im Auftrag der „Krone“ zeigt spannende Fakten zur Teuerung.

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Wofür müssen die Wiener bereits jetzt mehr Geld ausgeben? Im Auftrag der „Krone“ hat das Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) 800 Wiener – zu verschiedenen Themen (in den nächsten Tagen mehr dazu) - befragt. Darunter die Inflation. Die Ergebnisse:

  • Fast jeder Dritte (29 Prozent) nimmt die Teuerung in seiner Geldbörse schon sehr stark wahr, 42 Prozent spüren sie stark. Darunter sind besonders viele Wähler von SPÖ, FPÖ und ÖVP. Lediglich vier Prozent sind nach eignen Angaben in ihrem Alltag gar nicht von der Inflation berührt.
  • Speziell für Lebensmittel, Energie und Treibstoff müssen die meisten nun deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ein Preistreiber ist zudem Wohnen (Mieten). Für Bekleidung geben 17 Prozent, für Elektronik 11 Prozent mehr Geld aus.
  • Das sollte den heimischen Politikern zu denken geben: 93 Prozent der Wiener erwarten sich heuer einen weiteren Anstieg ihrer Fixkosten. Und zwar unabhängig davon, wie es mit dem Krieg in der Ukraine weitergeht. Und wie sich die verhängten Sanktionen gegen Russland auf die heimische Wirtschaft auswirken. Am wenigsten rechnen Grün-Wähler mit Mehrausgaben, obwohl auch hier 83 Prozent weitere Teuerungen in den nächsten Monaten sehen. Bei allen anderen Rathausparteien, inklusive der NEOS-Sympathisanten, sind weit mehr als 90 Prozent von höheren Kosten überzeugt.

IDFF-Chef Christoph Haselmayer befürchtet, dass viele Menschen finanziell auf der Strecke bleiben könnten. Denn der Ukraine-Krieg wird die Inflation zusätzlich anheizen. Eine offene Frage ist, wie die Europäische Zentralbank reagiert. Bleibt sie bei der Politik des billigen Geldes bei gleichzeitiger Verknappung des Warenangebots?

Zitat Icon

Der Ukraine-Krieg wird die Inflation noch weiter anheizen und es wird das Thema 2022. Leider werden dabei viele Menschen finanziell auf der Strecke bleiben.

IFDD-Chef Christoph Haselmayer

Kehren wir zur Umfrage zurück. Hier zeigt sich, dass die Sparpolster (sofern überhaupt vorhanden) dünner werden:

  • 53 Prozent der Wiener ist es unmöglich, jeden Monat etwas Geld zur Seite zu legen (43 Prozent können etwas weglegen, Rest keine Angabe). Bei den unter 30-Jährigen sowie jenen über 50 kann die Mehrheit nichts ansparen. Entscheidend sind zudem Ausbildung und berufliche Qualifikation. Grob gesprochen: Je höher der formelle Bildungsgrad, desto mehr Geld können sich die Leute zu Seite legen.
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Mittwoch, 18. Mai 2022
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