Dicke Luft im Team

Ski-Zoff! Goggia wehrt sich gegen Brignone-Mutter

Wintersport
22.02.2022 18:43

Dicke Luft im italienischen Ski-Lager! Nachdem die Mutter von Federica Brignone Sofia Goggia als egozentrisch bezeichnet hatte, wehrt sich nun die Speed-Spezialistin.

Bereits während den Olympischen Spielen in Peking sorgte Maria Rosa Quario, selber ehemalige Skifahrerin, für reichlich Aufsehen. Die Mutter von Federica Brignone knöpfte sich Sofia Goggia vor und spielte die Verletzung des Ski-Stars (Teilverletzung am linken Kreuzband) herunter. „Sofia sieht sich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, das genießt sie. Sie sucht höllisch nach Anerkennung. Federica ist dagegen schüchtern und sie interessiert es nicht, was die Leute über sie denken“, meinte die 60-Jährige in einem Interview mit „Radio Capital“. „Die zwei waren noch nie Freundinnen. Auch als sie noch niemand kannte, konnten sie nicht gut miteinander.“

Sofia Goggia (li.) und Federica Brognone (Bild: GEPA )
Sofia Goggia (li.) und Federica Brognone

Maria Rosa Quario ist als Journalistin tätig. In einem Artikel, den sie für „Il Giornale“ schrieb, würdigte sie die Abfahrts-Silbermedaille von Goggia. Doch dann der Seitenhieb! „Bis gestern meinte ich, dass sie eine menschliche Skifahrerin ist. Doch ich habe mich geirrt“, so die ehemalige Ski-Dame. „Wirkt ein Mensch nicht egozentrisch, wenn er wenige Stunden nach dem Rennen zu Hause anruft, aber nicht, um seine Freude und seinen Stolz zu teilen, sondern um zu erfahren, wie die Reaktionen auf seine Medaille in Italien waren?“

Harte Worte! Doch jetzt wehrt sich Goggia. „Es ist das erste Mal, dass ich offen und klar darüber spreche. Ich will diesen Konflikt nicht weiter schüren“, sagt sie gegenüber RTL. „Die Worte von Quario sind aber nicht nur ein Affront gegen mich, sondern gegen alle, die sich um mich gekümmert haben und es für alle anderen Athleten weiter tun. Denn ich, die Ärzte sowie die Trainer wissen genau, wie es um mich wenige Tage vor Olympia stand.“

Sofia Goggia (Bild: GEPA )
Sofia Goggia

15 Stunden habe sie am Tag für ihren Olympia-Traum gearbeitet. Ihre Therapien hätten um 6.15 Uhr begonnen, um 21 Uhr sei sie wieder nach Hause gegangen. „Der erste Tag auf dem Schnee in China war für mich traumatisch. Es war wirklich schwer“, schildert die 29-Jährige. Doch die harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht, am Ende gab es Silber in der Abfahrt. Die Schmerzen sind nach wie vor da, doch nun soll auch noch die kleine Kristallkugel her.

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(Bild: KMM)



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