3 Ungarn in Grünau

Nächtliche Rettung vom Berg mit Online-Dolmetscher

Das war haarscharf: Am Zwillingskogel bei Grünau verstiegen sich drei Ungarn, die nicht richtig ausgerüstet waren und es drohte auch ein Absturz. Die Rettung wurde durch die Sprachbarriere erschwert, die aber von den Bergrettern mittels Online-Dolmetscher überbrückt werden konnte.

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Die drei Ungarn haben sich am Sonntag auf einem nicht markierten Steig vom Zwillingskogel verirrt und einen Notruf abgesetzt, als sie an einem felsigen Abgrund festsaßen. Der 26-jährige Mann, seine 22-jährige Freundin und seine Schwester waren unterkühlt, als die Bergretter bei ihnen eintrafen. Die 22-Jährige war auch bereits gestürzt, berichtete die Bergrettung Grünau am Montag.

Abseilen zu Wanderern
Das nicht entsprechend ausgerüstete Trio alarmierte die Helfer um 16.50 Uhr, diese seilten sich vom Jagersteig zu den auf 990 Höhenmeter Festsitzenden ab. Zur Kommunikation mit den in Österreich arbeitenden Ungarn waren Computerübersetzung und eine Dolmetscherin am Telefon nötig, so die Bergrettung. Alle drei konnten schließlich seilgesichert nach oben steigen, wurden mit Tee aufgewärmt, mit trockener Kleidung ausgestattet und über den Steig zur Forststraße geleitet.

Nach einer Untersuchung durch einen Arzt wurden sie ins Bergrettungsheim gebracht und fuhren weiter in ihr Quartier in Scharnstein. Die Bergrettung - mit 22 Mann im Einsatz - wies darauf hin, dass unweit der Stelle erst im Spätwinter 2021 eine Bergsteigerin tödlich abgestürzt war. Beschreibungen aus Onlineforen dürften auf den nicht markierten Steig geführt haben, der durch Wildwechsel und etwas Schnee gerade beim Abstieg oft nicht gut zu erkennen sei. Gute Ausrüstung sei vor allem im Winter unerlässlich.

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Krone Oberösterreich
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