Verdächtiger in Haft

Brandanschlag auf Polizei zu Silvester geplant

Mit einem Molotow-Cocktail wollte ein 20-Jähriger zu Silvester eine Polizeiinspektion in Linz anzünden. Schon der Brandanschlag auf einen Funkwagen vor zwei Monaten soll auf sein Konto gehen.

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Werde einer seiner Komplizen festgenommen, sollte dafür ein Polizist in Flammen aufgehen - so nur eine der erschreckenden Aussagen des mittlerweile in U-Haft sitzenden Hauptverdächtigen David Armando F. aus Linz. Der 20-Jährige mit bosnischen Wurzeln habe schon seit Monaten versucht, Gleichgesinnte zusammenzutrommeln und eine breite Revolte gegen die heimische Exekutive anzuzetteln. Er selbst sah sich dabei als der große Anführer. Seine angebliche Motivation dahinter: Unzufriedenheit mit den Corona-Maßnahmen.

Streifenwagen brannte lichterloh
Erstmals soll der Hauptverdächtige seine zerstörerische Wut bereits am Abend des 14. November zum Ausdruck gebracht haben: Wie ausführlich berichtet, war in Linz ein Streifenwagen der Polizei-Inspektion Ebelsberg erst mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt worden.

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Die Polizei wird verstärkt zum Ziel der Corona-Maßnahmengegner. Dieser Entwicklung werden wir mit aller Konsequenz entgegensteuern.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)

Allerdings scheint der 20-Jährige nicht der Mutigste zu sein: Den Brandanschlag führte er nicht selbst aus. Er soll drei Gefolgsleute zur Tat angestiftet haben. Und damit diese ja keine Aussage bei der Polizei machen, habe der selbsternannte Revolten-Anführer David Armando F. die drei Feuerteufel gar von einem Schläger-Trio verprügeln lassen.

Polizeiwache sollte in Flammen aufgehen
Schlussendlich setzten die Ermittler die Puzzleteile zusammen und legten dem 20-Jährigen mit Unterstützung der Sondereinheit Cobra Handschellen an.

Und dies offenbar gerade noch rechtzeitig: Wie im Zuge der Einvernahmen ans Licht kam, soll der mutmaßliche Revolten-Anführer einen lebensgefährlichen Plan geschmiedet haben: Er wollte in der Silvesternacht die Polizeiinspektion Linz-Ebelsberg mit einem Molotow-Cocktail bewerfen und in Flammen aufgehen lassen.

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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