29.12.2021 19:18 |

Geimpft und genesen

„Super-Immunität“ schützt am besten vor Omikron

Die hochansteckende Corona-Variante Omikron verbreitet sich rasend schnell in Österreich. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass nur eine Booster-Impfung zu einem gewissen Maß vor einer Infektion schützt. Forscher aus Österreich fanden nun heraus, dass auch gegen Omikron eine „Super-Immunität“ möglich ist. Mediziner bezeichnen so eine Immunität, die sämtliche Mutationen von SARS-CoV-2 neutralisieren kann. Sie entsteht bei geimpften Menschen, die sich dann trotzdem mit dem Virus ansteckten.

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Dass man auch gegen Omikron „super-immun“ sein kann, zeigt eine Studie von Forschern um Annika Rössler vom Institut für Virologie der Uni Innsbruck. Auch die Virologin Dorothee von Laer gehörte zum Team. Die kleine Studie mit weniger als 100 Teilnehmern wurde Mitte Dezember vorläufig veröffentlicht und wurde noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet.

Antikörper von Geimpften und Genesenen verglichen
Für die Studie wurden Antikörper-Titer von Genesenen und mit AstraZeneca, Biontech/Pfizer und Moderna Geimpften verglichen. Getestet wurde, in welchem Ausmaß die Antikörper Omikron im Vergleich zu anderen Varianten wie Delta neutralisieren können. Das Ergebnis: Gegen Omikron gelang dies in viel geringerem Ausmaß.

Anders war es aber bei den sogenannten Super-Immunen, die entweder vorher mit Corona infiziert waren und dann mit Biontech/Pfizer geimpft wurden oder umgekehrt. Die Antikörper dieser Teilnehmer waren am besten in der Lage, Omikron zu neutralisieren, so das Ergebnis der Studie.

Trotzdem angepasster Impfstoff nötig
Menschen sollten sich aber freilich dennoch nicht vorsätzlich mit dem Coronavirus anstecken, um so eine „Super-Immunität“ zu erlangen. Die Autoren der Studie, über die zuerst der „Focus“ berichtete, weisen vielmehr darauf hin, dass alles für eine rasche Entwicklung von Impfstoffen spreche, die besser gegen Omikron schützen. Zudem gilt weiterhin: Auch ein Booster kann ähnlich wie eine zusätzliche Infektion den Antikörperspiegel erhöhen und vor schweren Krankheitsverläufen schützen.

Bereits im September hatten New Yorker Forscher eine „Super-Immunität“ entdeckt. In deren Studie, die im Fachblatt „Nature“ veröffentlicht wurde, konnten Geimpfte, die davor mit Corona infiziert waren, eine im Labor veränderte Virusvariante viel besser bekämpfen als nur Geimpfte oder Genesene.

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