Intensive Ermittlungen

17-jährige „Sprengmeister“ von Polizei geschnappt

Mit hoch illegalen Böllern aus Tschechien vergnügten sich drei Jugendliche im Waldviertel in Niederösterreich: Nur gewerblich und mit 50 Meter (!) Sicherheitsabstand dürfte ein solcher Sprengkörper gezündet werden. Die Burschen waren da sorglos: Bereits auf dem Rückweg vom Einkauf warfen sie Böller aus dem Auto - daheim legten sie richtig los!

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Fünf Sprengungen in den Bezirken Waidhofen an der Thaya und Zwettl wurden dem „Bomber“-Trio zwischen 21. und 23. Dezember bereits fix nachgewiesen. Weitere Verdachtsmomente für weitere zehn Fälle in allen Waldviertler Bezirken gibt es. Trotz Arbeitsstelle dürfte den 17-Jährigen so langweilig gewesen sein, dass sie den besonderen „Kick“ suchten.

An entlegenen Orten zündeten sie Sprengkörper, etwa in einem Hochstand bei Ganz in Schwarzenau, bei dem die Wucht das Fenster heraussprengte. Weitere „Geschädigte“ waren Mülltonnen auf dem Sportplatz Schwarzenau, in Zwinzen bei Allentsteig und auf dem Radweg Thayarunde im Naturpark Dobersberg.

Trümmer flogen 20 Meter
Die Trümmer der robusten Mistkübel flogen bis zu 20 Meter weit. Auch ein Postkasten in Meires bei Windigsteig wurde schwer beschädigt.

„Radweg Thayarunde“-Obmann Eduard Köck verurteilte die Mistkübelsprengungen mit den riesigen Böllern aufs Schärfste: „Ich habe kein Verständnis für solche Aktionen und finde es traurig, dass um die Silvesterzeit immer wieder mutwillig Schaden angerichtet wird.“

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Abgesehen von den Gefahren, die von solch starken Sprengkörpern ausgehen, sind diese für nicht pyrotechnisch Ausgebildete verboten, vermüllen die Umwelt und stören durch den Lärm Mensch und Tier.

Eduard Köck, Obmann Zukunftsraum Thayaland

Zu den Feiertage nahmen Polizisten aus Schwarzenau intensive Ermittlungen auf und konnten die Burschen überführen. „Dank Hinweisen aus der Bevölkerung konnten wir die 17-Jährigen rasch ausforschen. Die illegalen Feuerwerkskörper aus Tschechien sind hoch gefährlich“, warnt ein Polizist. Weitere Ermittlungen laufen.

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