23.12.2021 07:57 |

„Haben Notfallpläne“

Lebensmittelhandel gegen Omikron gewappnet

Die Corona-Pandemie dauert weiter an und es gibt Sorgen wegen der neuen Omikron-Variante. Viele Unternehmen sind bereit und treffen Vorkehrungen, sollte wieder eine große Infektionswelle kommen. Der heimische Lebensmittelhandel ist für den Fall des Falles vorbereitet. Dass man in Krisen versorgen könne, habe man in der Corona-Zeit schon bewiesen. Gewappnet sind laut eigenen Angaben auch die österreichischen Trinkwasser- und Energieversorger.

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Der Spar-Konzern hat etwa eine im ersten Lockdown bereits installierte „mobile Eingreiftruppe“ wieder aktiviert, sagt Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann. Hier stehen rund 140 Personen bereit, falls an verschiedenen Stellen des Unternehmens - von den Lagern, über die Logistik bis zu den Märkten - mehrere oder viele Mitarbeitende gleichzeitig ausfallen: „Überall dort, wo kurzfristig Personal fehlt“, erklärt Berkmann.

Auf mögliche Szenarien vorbereitet
Vom Diskonter Hofer heißt es, dass man die Situation laufend im Blick habe. Wenn nötig, würde man die derzeitigen Maßnahmen - Hygienemaßnahmen, Sicherheitsstandards, Sensibilisierung der Kunden - daran anpassen. „Zu lernen gibt es in herausfordernden Zeiten wie diesen natürlich immer etwas“, sagt Hofer-Chef Horst Leitner. „Zu den wichtigsten Learnings zählt, dass wir die anspruchsvolle Situation mit einem hohen Maß an Zusammenhalt, Verständnis und Einsatzbereitschaft sehr gut bewältigen.“ Auch Rewe mit seinen Geschäften Billa, Penny, Bipa und Adeg bereitet sich in seinen internen Krisenstäben „auf mögliche Szenarien hinsichtlich der neuen Omikron-Variante vor, die situationsbedingt angepasst werden können“. Mit den zuständigen Behörden tausche man sich laufend aus.

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In Hinblick auf die ansteckendere Omikron-Variante existieren auch für potenzielle, großflächige Ausfälle in den Filialen und Logistikzentren Notfallpläne, um unseren Betrieb und damit die Versorgung weiterhin sicherzustellen.

Diskonter Lidl

Bei Lidl haben sich laut den dortigen Angaben die Abläufe der Präventionsmaßnahmen gut eingespielt. Bei Bedarf würden schnell notwendige Maßnahmen eingeleitet.

3G-Kontrollen und FFP2-Maskenpflicht
Je nach Unternehmensbereich wurden Stufenpläne erarbeitet, in denen auf Maßnahmen wie möglichst engmaschige 3G-Kontrollen, FFP2-Maskenpflicht, bei Bedarf auf Zugangsbeschränkungen für Kunden bestehen. Die Zugangsbeschränkungen wurden ja bereits durch die Einkaufswagen-Ausgabe geregelt. Zentralmitarbeiter machen Homeoffice wo immer es geht. Für Mitarbeiter in Geschäften werde in Wien „Alles Gurgelt“ genutzt. In der Logistik werden die Teams geteilt, für die Personalplanung in den Märkten sind Springer-Teams -also auch eine „mobile Eingreiftruppe“ - einsatzbereit.

Hofer und Rewe teilten auch mit, dass sie ihren Mitarbeitern die Impfung anbieten. Bei Hofer werde dies „gut angenommen“, hieß es. Bei Rewe wurde eine Impfkampagne aufgesetzt, um möglichst viele der rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen. Ab Anfang Jänner werde auch die Booster-Impfung angeboten.

Trinkwasserversorgung „ist gewährleistet“
Aufgrund der Entwicklungen der Pandemie, die durch Omikron erwartet werden, stellt sich auch die Frage, wie die österreichischen Trinkwasserversorger für die nächsten Wochen vorbereitet sind. Vize-Präsident der Österreichischen Interessenvertretung für die Trinkwasserversorger (ÖVGW), Wolfgang Nöstlinger erklärt: „Die Trinkwasserversorgung ist Teil der kritischen Infrastruktur in Österreich. Durch die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen und Krisenpläne der österreichischen Trinkwasserwirtschaft ist gewährleistet, dass auch in angespannten Situationen, wie wir sie aktuell erleben, die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser in bester Qualität gesichert ist“.

Energieversorger: „Für dieses Szenario gut gerüstet“
Auch seitens der E-Wirtschaft versucht man zu beruhigen. „In vielen Unternehmen sind die Krisenstäbe bereits seit dem Beginn der Pandemie im Einsatz und mittlerweile sehr gut eingespielt. Sie bewerten die Situation laufend“, erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin der Interessensvertretung Oesterreichs Energie. Man nehme die Entwicklung ernst, sei aber auch für dieses Szenario „gut gerüstet“. „Impfraten von 80 oder 90 Prozent sind bei unseren Unternehmen keine Seltenheit“, so Schmidt in einer Aussendung. Die Energiehersteller setzten auf Teamtrennung, kontaktlose Übergaben und die Schaffung von Personalreserven. Eine weitere Möglichkeit sei die Abschottung von Bereitschaftsdiensten, etwa durch physische Trennung von Betriebsmannschaft und Instandhaltungsteams. Wo möglich, würden außerdem Reservestandorte für die Fernsteuerung von Anlagen eingerichtet.

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