Nach vier Wochen

Omikron-Variante trübt das Lockdown-Ende

Seit 22. November befanden sich alle Oberösterreicher im Lockdown und mussten, während in den anderen Bundesländern bereits gelockert wurde, bis zum Freitag auf Öffnungsschritte warten. Dafür macht bei uns gleich alles auf einmal auf: Gastronomie, Hotellerie, körpernahe Dienstleister, Handel, Kultur- und Sportveranstaltungen. Für den geimpften und genesenen Teil der oberösterreichischen Bevölkerung öffnen sich wieder viele Türen. Doch wie haben sich die vergangenen vier Wochen auf die Coronazahlen ausgewirkt? Die „Krone“ schaute sich die Zahlen genau an, sprach mit dem Forscher Niki Popper.

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Für alle Ungeimpften gilt der Lockdown sogar schon seit 15. November - und ein Ende ohne Impfung ist für sie nicht in Sicht. Vermutlich aus diesem Grund kam es bei vielen Skeptikern nun doch noch zum Stich. Seit Beginn des Zusperrens holten sich in Oberösterreich 59.563 Landsleute ihre Erstimpfung. Fast sechsmal so viele Leute - exakt 358.304 Menschen - bekamen im selben Zeitraum ihren „Booster“ verabreicht. Politiker und Experten werden nicht müde, die Wichtigkeit der Corona-Impfung zu betonen.

Niedrige Impfquote
„Je höher die Impfquote in unserem Bundesland ist, desto besser werden wir durch die nächsten Wochen kommen“, sagt Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP). „Ja, die Corona-Impfung wirkt schlechter gegen Omikron, aber sie hat keinesfalls keine Wirkung. Nach der zweiten und dritten Impfung ist man noch immer zu 70 bis 80 Prozent gegen schwere Verläufe geschützt“, erklärt Popper. Die Quote ist seit Beginn des Lockdowns für Ungeimpfte von 60,6 Prozent auf 65 gestiegen – damit ist man aber österreichweit nach wie vor das Schlusslicht.

Zahlen auf Intensiv sinken
Auch bei der 7-Tage-Inzidenz findet sich Oberösterreich in den „Flop 3“ wieder. Hinter Vorarlberg (522) und Tirol (356,3) belegt das Land mit 310,2 den dritten Platz. Zum Höhepunkt am 20. November lag dieser Wert in Oberösterreich noch bei 1683. Kurz danach erreichte man mit 4489 Neuinfektionen an nur einem Tag einen neuerlichen Rekordwert. Die extrem hohe Zahl der Neuinfektionen schlug sich mit einer Verspätung von einer Woche auch auf die Spitalsbettenbelegung nieder – siehe auch Grafik oben. „Es sind noch viele auf einer Intensivstation. Das wird bis Weihnachten nach unten gehen. Wir müssen auch die Ärzte und Pfleger jetzt entlasten“, sagt Popper.

Die große Unbekannte ist nach wie vor die Omikron-Variante. „Wir wissen noch nicht wie genau die Paramter bei dieser Variante verteilt sind. Gibt es mehr Ansteckung, aber dafür weniger Hospitalisierung? Da haben wir kommende Woche hoffentlich bessere Zahlen“, so Popper.

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