Mi, 15. August 2018

Nach Ost-Öffnung

19.04.2011 19:10

"Trick" bei Vergabe von Aufträgen soll Betriebe schützen

Personalstau gibt's bald am Bau - am 1. Mai fallen die letzten Zugangsbeschränkungen für europäische Firmen in Österreich. Bundesweit wird mit bis zu 30.000 weiteren Arbeitskräften aus den neuen EU-Staaten gerechnet. Stark betroffen: das Burgenland. Zum Schutz heimischer Firmen haben Gemeinden und Private aber rechtliche Möglichkeiten.

Schon jetzt sind fast 9.300 Arbeitskräfte aus den neuen EU-Staaten im Burgenland beschäftigt, 8.000 davon sind Ungarn. Ein kräftiger Zustrom wird ab Mai erwartet. "In der Theorie sind wir vorbereitet. Doch in der Praxis ist mit Problemen zu rechnen, vor allem mit Ostfirmen und Billig-Personal, die die Preise drücken", so Experten.

"Wir können uns der Entwicklung nicht verschließen. Allerdings ist mit strengen Kontrollen und neuen Vergaberichtlinien viel abzufedern", kontert SP-Mandatar Josef Muchitsch von der Gewerkschaft Bau-Holz. Denn öffentliche Stellen – vom Bürgermeister bis zur Regierung – können Aufträge bis 100.000 Euro direkt vergeben.

Bei Projekten mit einem Umfang von bis zu einer Million Euro müssen von mindestens fünf Firmen Anbote eingeholt werden. "Letztere Regelung gilt bis Ende 2011, eine Verlängerung wird angestrebt", so Muchitsch. Zudem könnten Auftraggeber darauf bestehen, dass Arbeiten nur an Subunternehmer delegiert werden dürfen, die in der sogenannten österreichischen HFU-Liste eingetragen sind

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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