12.12.2021 20:17 |

Machtwort von Stewards

Protest abgewiesen! Verstappen bleibt Weltmeister

Jetzt ist es fix! Max Verstappen ist neuer Formel-1-Weltmeister! Der Protest von Mercedes wurde abgeschmettert. Die Stewards sind nach Anhörung der Parteien zu dem Urteil gekommen, dass Rennleiter Michael Masi stets die volle Kontrolle über das Safety-Car hatte. Mercedes hat aber die Möglichkeit, auf höherer Ebene beim Motorsport-Weltverband FIA dagegen vorzugehen und hat dies auch schon angekündigt.

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Worum ging es konkret? Mercedes brachte Artikel 48.12 und 48.8 ins Rennen. Es ging also einerseits um die Anwendung des Safety-Cars und die Auslegung der Rennleitung, welche Verstappen letztlich zum Sieger machte. Aber auch darum, dass Verstappen Hamilton hinter dem Safety-Car überholt haben soll. Dieser zweite Protest wurde allerdings schon um 20 Uhr abgewiesen.

Die Begründung der Kommissare diesbezüglich lautete: Verstappen sei zwar tatsächlich einmal kurz vor Hamilton gewesen, nicht aber am Ende der Safety Car Phase. 

Blieb der zweite Protest nach Artikel 48.12, wonach den Silberpfeilen zufolge das Protokoll während der Safety-Car-Phase von Michael Masi nicht eingehalten wurde. Im konkreten Fall ging es darum, dass sechs Runden vor dem Ende des WM-Thrillers Williams-Pilot Nicholas Latifi einen Crash hatte. Daraufhin kam das Safety Car auf den Yas Marina Circuit. Zwischen dem zu diesem Zeitpunkt Führenden Hamilton im Mercedes und seinem Rivalen Verstappen lagen fünf Autos.

„Toto, es nennt sich Motorsport“
Die Rennleitung um Michael Masi meldete zunächst, dass sich die überrundeten Fahrer zwischen den beiden nicht zurückrunden dürften. Dann teilte sie aber mit, dass genau diese fünf Autos doch überholen dürften. Das Safety Car hätte in derselben Runde allerdings nicht wieder an die Box kommen dürfen. Die Regel besagt, dass dies erst am Ende der nachfolgenden Runde erlaubt ist - und das wäre mit Zieldurchfahrt gewesen. Verstappen hatte hingegen eine Runde vor Schluss gerade noch genug Zeit, um Hamilton von der Spitze zu verdrängen.

Mercedes-Boss Wolff flehte noch während des Rennens im Funk: „Michael, das ist nicht richtig. Wir sollten den Stand von einer Runde zuvor nehmen.“ Die flapsige Antwort von Rennleiter Masi: „Toto, es nennt sich Motorsport.“ Der Protest von Mercedes ließ nach dem Rennen dementsprechend nicht lange auf sich warten! 

„Das fasst diese Saison gut zusammen“
Erst wurde der Brite und Mercedes-Boss Toto Wolff von den Stewards zu den Geschehnissen befragt. Dann die Red-Bull-Chefetage. Christian Horner wenige Minuten vor dem Verhör: „Wir sind enttäuscht, dass es einen Protest gab. Aber wir vertrauen der FIA.“ Verstappen wurde da schon deutlicher, sagte trocken: „Ich habe dazu nicht wirklich viel zu sagen. Das fasst diese Saison ganz gut zusammen.“ Mercedes kam angeblich mit Anwälten, um ganz sicherzugehen. Doch letztlich ohne Erfolg!

Hier das Urteil:

Denn: Die Renn-Kommissare urteilten, dass auch „wenn Artikel 48.12 nicht vollständig angewendet wurde, Artikel 48.13 Vorrang hat.“ Dort heißt es, dass das Safety-Car in der gleichen Runde an die Box kommen muss, in der die Nachricht „safety car in this lap“ erscheint. Deswegen galt die Regel auf 48.12, das Safety-Car erst eine Runde später reinzuholen, nach Ansicht der Stewards nicht, womit auch der zweite Mercedes-Einspruch mit Verweis auf das Regelwerk und die Auslegungsmöglichkeiten der Rennleitung zurückgewiesen wurde.

RB-Chef Christian Horner zu Sky: „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir das durchmachen mussten. Wir wollten nicht, dass es zu den Stewards geht, aber sie haben die richtige Entscheidung getroffen, für die wir dankbar sind. Michael wollte sie fahren lassen, und genau darüber sprechen wir seit Jahren. Aber jetzt sind wir froh, dass die Sache erledigt ist.“

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