10.12.2021 16:20 |

Von Grünen nominiert:

Drosten darf deutschen Bundespräsidenten mitwählen

Am 13. Februar wird in Deutschland der neue Bundespräsident gewählt. Dieser wird, nicht wie in Österreich direkt vom Volk, sondern von der sogenannten Bundesversammlung gekürt. Für diese haben die Berliner Grünen am Freitag den Top-Virologen Christian Drosten nominiert.

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Anders als in Österreich wird der deutsche Bundespräsident nicht direkt vom Volk gewählt - sondern eben von der Bundesversammlung. Diese setzt sich aus den 736 Bundestagsabgeordneten und fast ebenso vielen Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten entsandt werden. Insgesamt dürfen also 1260 Menschen den Bundespräsidenten wählen. 

2017 war Ex-DFB-Teamchef Löw Delegierter
Die Delegierten aus den Ländern müssen nicht zwingend Politiker, sondern können auch bekannte Persönlichkeiten sein, mit denen sich die Parteien gern schmücken. Bei der Kür von Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Februar 2017 etwa durften Ex-DFB-Trainer Joachim Löw und Dragqueen Olivia Jones mitwählen. Beide wurden von den Grünen nominiert. 

Nach dem Verteilungsschlüssel können die Berliner Grünen bei der Wahl im nächsten Jahr sieben Mitglieder für die Bundesversammlung benennen. Mit der Autorin Ferda Ataman will die Fraktion eine weitere Nicht-Politikerin als Delegierte zur Wahl entsenden.

Drosten erlangte in Corona-Pandemie große Bekanntheit
Der 49-jährige Drosten erlangte in der Corona-Pandemie große Bekanntheit. Die von ihm geleitete Forschungsgruppe entwickelte im Jänner 2020 das weltweit erste Nachweisverfahren zur Erkennung des Virus SARS-CoV-2. Später stand er auch der deutschen Bundesregierung als Experte beratend zur Seite.

Omikron: Drosten befürchtet Problem in Deutschland im neuen Jahr
Ab Anfang kommenden Jahres sieht Drosten Schwierigkeiten mit der Omikron-Variante auf sein Land zukommen. „Ich denke, ab Jänner werden wir mit Omikron in Deutschland ein Problem haben“, sagte der Forscher der Berliner Charité am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. In Südafrika seien die Zuwachsraten trotz des dort einsetzenden Sommers hoch. „Und darum würde ich im Moment auch nicht sagen, bis Ostern ist in Deutschland die Pandemie vorbei, wenn Omikron übernimmt.“

Dieses Problem könne bis in den Sommer andauern, warnte er. Auch angesichts schwerer Verläufe, die nun bei Kindern in Südafrika beobachtet würden, sei zu befürchten, dass Omikron für Ungeimpfte „nicht harmlos“ sei. Man dürfe wegen Berichten über milde Verläufe bei Genesenen und Geimpften nicht in Euphorie verfallen.

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