02.12.2021 11:17 |

Schlug Partner zu?

Französische Judoka publiziert dieses Gewalt-Foto

„Was hat noch gefehlt, mein Tod?“ Diese Frage stellt die französische Star-Judoka Margaux Pinot, nachdem ihr Ex-Partner, Ex-Judoka Alain Schmitt, vom Gericht in Bobigny nach drei Tagen Untersuchungshaft wieder freigelassen wurde. Pinot gibt an, in der Nacht von Samstag auf Sonntag häusliche Gewalt erlitten zu haben.

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Die Sportlerin (27) und der Trainer (38) des Klubs Etoile Sportive du Blanc-Mesnil sehen den Vorfall ganz unterschiedlich. Aber die Olympia-Siegerin von Tokio (Team-Mixed) sagt, sie habe Todesangst gehabt, ihre Nase sei gebrochen, und auf dem Boden ihrer Wohnung sei ihr Blut immer noch zu sehen.

Schmitt, der nach seiner Freilassung bereits nach Israel abgereist ist, wo er den Posten des Nationalteamtrainers übernehmen wird, meinte, er habe noch nie im Leben eine Frau geschlagen. Die Judoka hingegen schrieb, er habe sie nicht nur mehrmals ins Gesicht geschlagen, sondern auch gewürgt.

Gericht: zu wenig Beweise
Das Gericht fand, es gäbe nicht genügend Beweise für die häusliche Gewalt. Laut Schmitt habe seine Ex-Freundin die Verletzungen während des Trainings erlitten, bei einem harten Kampf. Die Nachbarn, die ihre Schreie gehört hatten, wurden nicht befragt.

Mehrere Judoka sind ob des Urteils entsetzt. Sie fragen sich, was noch geschehen muss, damit der Staat eingreift. Auch Tokio-Goldmedaillenträgerin Clarisse Agbegnenou äußerte sich auf Twitter: Müssen tatsächlich Frauen sterben, damit es Sanktionen gibt?

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