26.11.2021 15:59 |

„Wunder“ in Sibirien

Nach Bergwerksunglück: Überlebender gefunden

Nach dem schweren Unglück in einem russischen Kohlebergwerk mit 52 Toten ist ein Kumpel lebend unter Tage gefunden und ins Spital gebracht worden. Zuvor waren die Behörden davon ausgegangen, dass es keine Chance gebe, Vermisste lebend zu finden.

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In dem Bergwerk im Westen Sibiriens hatte sich Donnerstagfrüh eine Explosion ereignet. Als wahrscheinliche Ursache gilt eine Explosion von Methangas. Neben dem Bergwerksdirektor und zwei leitenden Mitarbeitern wurden zwei staatliche Experten festgenommen, die den Schacht erst vor einer Woche überprüft hatten.

„Eine große Tragödie für das ganze Land“
Laut Zivilschutzministerium wurden 239 Arbeiter aus dem Schacht „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken gerettet. Experten rechnen damit, dass es wegen Explosionsgefahr Tage dauern könnte, bis alle Leichen aus der Grube geborgen werden können. „Dies ist eine große Tragödie für das ganze Land“, sagte Zivilschutzminister Alexander Tschuprijan.

Inmitten des Leids ereignete sich aber auch ein „Wunder“, wie ein Einsatzleiter verlautbarte. Überraschend überlebte ein 51 Jahre alter Mann, der unter Trümmern nach einer Explosion überlebt und sich selbst an die Oberfläche gekämpft hatte.

Sucharbeiten müssen pausieren
Die Sucharbeiten unter Tage sollen erst dann fortgesetzt werden, wenn die Explosionsgefahr gebannt ist. Es solle in den nächsten drei Tagen ein zusätzlicher Schacht gebohrt werden, um mögliche Brände zu beseitigen. 

Die Arbeit im Kohlebergbau in Russland gilt als lebensgefährlich. Wegen Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es dort immer wieder zu schweren Unglücken. Oft explodiert etwa Methangas. Das leicht entzündliche Grubengas wird durch die Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Strecken unter Tage an.

 Kronen Zeitung
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