19.11.2021 06:00 |

Keine Entscheidungen

Pandemie, Pensionen: Uniqa-Chef kritisiert Politik

Egal, ob es um die Pandemiebekämpfung geht, die langfristige Sicherung des Pensionssystems oder eine Lösung für den explodierenden Pflegebedarf: Die Politik agiert zögerlich und ist untätig, kritisiert Uniqa-Chef Andreas Brandstetter.

Er hat Kompetenz im Gesundheitsbereich: Schließlich ist die Uniqa mit einer Million Kunden der größte private Krankenversicherer im Land und betreibt selbst fünf Spitäler. Brandstetter fordert rasche Entscheidungen zu den Themen Impfpflicht (er persönlich ist dafür) und Lockdown.

Brandstetter für Pflegekräfte aus Drittstaaten
127.000 Menschen sind aktuell im Pflegebereich tätig, etwa die Hälfte von ihnen in der privaten 24-Stunden-Pflege. „Allein aus der Demografie ergibt sich, dass bis 2030 etwa 75.000 zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden“, erinnert Brandstetter. Da derzeit 97 Prozent der 24-Stunden-Pfleger aus dem EU-Ausland kommen, werde man künftig nicht umhinkommen, auch Bewerber aus Drittstaaten anzulernen.

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Allein aus der Demografie ergibt sich, dass bis 2030 etwa 75.000 zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.

Uniqa-Chef Andreas Brandstetter

Die „Pensionslücke“ (der Teil, der aus dem Budget zu den Pensionen zugeschossen wird) steigt bis 2027 wieder um etliche Milliarden, das sei laut Brandstetter „unverantwortlich“. Es bräuchte ein anderes Modell mit Berücksichtigung der Lebenserwartung und eine Stärkung der privaten Vorsorge.

 Kronen Zeitung
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