Lokalaugenschein

„Druck soll überall spürbar sein“

Die Corona-Situation gerät in OÖ immer mehr außer Kontrolle: 3829 Neuinfektionen waren am Montag ein neuer Pandemie-Höchstwert, 27.210 aktive Infektionen und 41.510 Quarantänefälle. Nur noch Linz, Linz-Land und Wels mit Inzidenzen unter 1000, dazu die neuen Ausgangsbeschränkungen.

In Traun mit dabei
Letztere zu kontrollieren, ist jetzt die nahezu unstemmbare Aufgabe der 3600 Polizisten in Oberösterreich. Die „Krone“ begleitete eine Streife, die bei Verkehrs- und Personenkontrollen in der Trauner Innenstadt eben auch erstmals die 2-G-Nachweise checkte. „Das passt schon, dass kontrolliert wird. Ich hab’ kein Problem damit, meinen 2-G-Nachweis herzuzeigen“ – so wie Agnes Preis (38) aus Traun reagierten alle Kontrollierten. „Mir hat sie sogar jetzt 50 Euro gerettet“, meinte Kadir Veljacic (52), der nämlich außer seinem Handy keine Papiere dabei hatte, als er schnell im geborgten Auto eines Kollegen zwei Briefe zur Post bringen wollte. Und er ärgert sich über alle, die sich nicht impfen lassen wollen.

Keine Sondereinheiten
„Die angepeilten 5000 Kontrollen pro Woche gehen sich aus. Wir machen keine Sondereinheiten, sondern den Großteil im Zuge normaler Amtshandlungen“, erklärt Polizei-Sprecher David Furtner. Das macht pro Tag 715 Corona-Ausgangsbeschränkungs-Kontrollen in Oberösterreich. Rechnet man, dass jeder dritte Polizist in Oberösterreich auch tatsächlich einmal am Tag jemanden kontrolliert, wären 1200 Blicke auf 2-G-Nachweise. „Der Druck soll spürbar sein“, sagen die Beamten.

Alt-LH geriet in Kontrolle
Denen lief auch zufällig LH a. D. Josef Pühringer über den Weg und der zückte bereitwillig sein Handy mit dem grünen Pass. Er war am Weg ins Seniorenbund-Büro, wo er sich auch nur allzu oft mit dem Thema Impfen auseinandersetzen muss: „Ein Drittel der Älteren ist auch skeptisch. Und die anderen sind dafür, dass kontrolliert wird.“

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Samstag, 04. Dezember 2021
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