16.09.2021 14:14 |

8848 Einsatzstunden

Cobra-Einsatz in Litauen nach zwei Monaten beendet

Der Einsatz der österreichischen Spezialeinheit Cobra an der litauisch-belarussischen Grenze ist nach zwei rund Monaten beendet worden. Zehn Cobra-Beamte kehrten am Mittwochabend nach Österreich zurück. Das Kontingent war seit 31. Juli in Litauen im Einsatz, um die hiesige Grenzpolizei bei der Überwachung der Grenze zu Belarus zu unterstützen. Im Einsatz waren auch ein gepanzertes Spezialfahrzeug „Survivor“, Nachtsichtgeräte, Wärmebildkameras und Drohnen.

Das erste Kontingent von 13 Beamten war am 1. September von zehn Beamten des EKO Cobra abgelöst worden. Das Einsatzkommando Cobra habe insgesamt 8848 Einsatzstunden geleistet, die Drohnen seien 3680 Minuten in der Luft gewesen - das sind täglich rund eineinhalb Stunden. Zum Einsatz seien diese vorwiegend in der Nacht gekommen.

„Keine Erpressung durch illegale Migration“
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) zeigte sich in einer Stellungnahme erfreut, dass „alle wohlbehalten zurückgekommen sind“ und bedankte sich bei den Beamten für ihren Einsatz. Österreich habe sich „solidarisch mit Litauen gezeigt und ein klares Signal an den weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko gesendet“. „Wir werden nicht zulassen, dass die EU durch illegale Migration erpresst wird. Und wir müssen unsere Außengrenzen konsequent schützen.“

Seit Mai haben mehr als 4000 Flüchtlinge illegal die Grüne Grenze zwischen Litauen und Belarus überquert - gegenüber 81 im gesamten Vorjahr. Vilnius beschuldigt den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko, Migranten vor allem aus dem Nahen Osten nach Litauen zu schleppen - aus Rache für die EU-Sanktionen gegen die autokratische Führung in Minsk. In den vergangenen Wochen hat sich die Lage stabilisiert - es kamen deutlich weniger Migranten nach Litauen, nachdem das Land begonnen hat, die Menschen an der Grenze zurückzuweisen.

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