16.09.2021 06:00 |

Erster Nachweis

Asiatische Tigermücke ist nun in Graz gelandet

Der Klimawandel, der weltweite Handel und die vielen Reisen bringen immer mehr exotische Stechmücken auch zu uns. Sie können Viren - und damit Krankheiten - an Menschen und Tiere übertragen. In Graz wurde nun erstmals die Asiatische Tigermücke nachgewiesen. Das Gesundheitsamt sagt ihr den Kampf an.

Sie überträgt das Dengue-Fieber oder Zika, ihr Stich kann schmerzhaft und mit Schwellungen enden. Die Rede ist von der Asiatischen Tigermücke, die nun laut Rathaus erstmals in Graz nachgewiesen wurde.

Erkennbar ist sie an ihrem schwarz-weiß gestreiften Muster. Als blinder Passagier auf Schiffscontainern und Flugzeugen ist sie aus den tropischen und subtropischen Gebieten eingeschleppt worden. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Insekt auch an kühlere Gebiete angepasst.

So kann die Mücke gefährlich werden
„Die Tigermücke an sich ist noch nicht gefährlich - erst, wenn etwa ein Urlauber krank aus dem Ausland heimkehrt. Wird er von der Mücke gestochen, kann diese die Krankheit an weitere Personen übertragen“, sagt Johannes Gepp, der Präsident des steirischen Naturschutzbundes. Bei uns bisher seltene Erkrankungen könnten sich dadurch ausbreiten.

Um das zu verhindern, ist die enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung notwendig. Das städtische Gesundheitsamt und die Ages starteten beobachten die Situation nun intensiv. Unter anderem werden mit der kostenfreien App „Mosquito Alert“ Tigermücken und anderen Gelsenarten gemeldet. Auch will man mit einer Kampagne informieren, Details gibt es in den nächsten Tagen.

Christina Koppelhuber, Kronen Zeitung

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