17.08.2021 12:50 |

Kann nicht nach Tokio

Absage! Afghanin hätte Geschichte geschrieben

Wie Nordkorea wird auch Afghanistan an den Paralympics nicht teilnehmen. Die zwei afghanischen Sportlerinnen, die nach Tokio gereist wären, konnten aufgrund des Chaos wegen der Machtübernahme der Taliban die Hauptstadt Kabul nicht verlassen. Die Taekwondoka Zakia Kudadadi wäre die erste Paralympics-Sportlerin Afghanistans geworden. 

Außer ihr war noch der Diskuswerfer Hossain Rasouli für Tokio qualifiziert. Beide Sportler konnten mit ihren planmäßigen Flügen das Land nicht verlassen. Jetzt müssen sie im Bürgerkriegsland Afghanistan bleiben, wo in den nächsten Jahren die Schreckensherrschaft der Talibanen droht.

„Leider konnte das Team wegen des derzeitigen politischen Umbruchs in Afghanistan Kabul nicht rechtzeitig verlassen“, zitiert die britische Zeitung „Guardian“ Arian Sadiqi, den Koch des Teams. Er fügte noch hinzu: „Die beiden Sportler nutzten bis zum letzten Moment jede Möglichkeit zum Trainieren. Sie übten in Parks und in Gärten.“ Doch es war wohl vergebens. 

Schwere Zeiten
Kudadadi wäre die erste Takewondoka aus Afghanistan bei den Paralympics gewesen. Es wäre ein historischer Moment gewesen, sie war dazu bereit, sie wäre auch ein großartiges Vorbild für die Frauensportlerinnen des Landes gewesen. Dass es Befürchtungen gibt, dass die Rechte der Frauen von den Taliban eingeschränkt werden und somit kein Sport mehr für sie möglich ist, hob die britische Zeitung auch hervor.

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