Ausreise verboten
Ägypten: Mubarak darf das Land nicht verlassen
Um welche Vorwürfe es sich handelte, sagte der Sprecher nicht, nur dass sie geprüft werden müssten. Allerdings hätten die Strafverfolger auch das Einfrieren der Vermögenswerte der Familie Mubarak angeordnet, fügte der Behördensprecher hinzu. In drei Jahrzehnten seiner Herrschaft hat Mubarak angeblich ein Milliardenvermögen angehäuft.
Mubarak war am 11. Februar nach massiven Protesten gegen seine Herrschaft zurückgetreten. Zuletzt hieß es, er habe sich auf sein Anwesen in Sharm el-Sheikh am Roten Meer zurückgezogen.
Wollte Mubarak nach Wien reisen?
Die arabische Internet-Zeitung "Youm7" hatte Mitte Februar berichtet, dass der 82-Jährige, der unter "starker Erschöpfung und Bluthochdruck" leide und vor allem in psychisch schlechtem Zustand sei, in das Wiener Rudolfinerhaus, einem Privatspital mit gutem Ruf im Mittleren Osten, einziehen könnte.
Aus Kreisen der Wiener Politik verlautete, Mubarak hätte am vergangenen Freitag anreisen sollen. Alles sei angeblich schon durchgeplant und ein Stockwerk im Rudlofinerhaus reserviert gewesen. Es habe dann aber, so heißt es, keine Einigung mit den österreichischen Behörden gegeben, "wer für die Sicherheit aufkommt". Darum sei das Ganze abgeblasen worden.
Spital und Außenamt dementieren
Sowohl das Spital als auch das Außenamt dementieren aber eine geplante Behandlung Mubaraks in Wien. Aus dem Rudolfinerhaus hieß am Montag: "Es gibt und gab diesbezüglich keine Anfrage." Auch aus dem Außenministerium hieß es am Montag auf Anfrage erneut: "Es gibt keinerlei Hinweis, dass es so gewesen ist."











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.