11.08.2021 17:11 |

Grüne kontern NEOS

Alles zuzubetonieren ist der falsche Weg

Mieten und Bodenversiegelung steigen in Wien anscheinend Hand in Hand. Das ist ein sozialer und ökologischer Wahnsinn, sagen die Grünen. Und sie kritisieren die NEOS, denen bisher nichts Besseres einfällt, als alles zuzubetonieren. Selbst Naturoasen wie in der Donaustadt. Im Herbst werden die Grünen ihr Konzept vorlegen.

Es enthält zwei Hauptpunkte, wie aus dem Rathaus zu hören ist. Erstens: Maßnahmen gegen Leerstand. Das kann bis zu einer Abgabe für Spekulanten gehen, die Wohnungen ungenutzt stehen lassen. Und ein neues Mietrecht. Speziell in Wien residiert ein „Mietadel“ mit Altverträgen zu günstigsten Preisen. Selbst wenn die Unterkunft nicht mehr benötigt wird, wird sie nicht zurückgegeben, sondern für gelegentliche Stadtbesuche oder fürs Enkerl aufgespart. Auch das entzieht Jungfamilien leistbaren Wohnraum.

Im Gemeindebau werden jetzt sogar Detektive eingesetzt. Sie sollen Mieter aufspüren, die ihre Wohnungen brach liegen lassen oder sogar via Online-Plattformen illegal weitervermieten.

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Die NEOS-Position, die einzig auf Neubauten setzt statt auf Vermeidung von Leerstand, ist in Zeiten der Klimakrise nicht zu halten.

Der Grüne Wohnbausprecher Georg Prack

Konsequentes Vorgehen gegen „Betonsparbücher“
Zurück zur Politik: „Die NEOS-Position, die einzig auf Neubauten setzt statt auf Vermeidung von Leerstand, ist in Zeiten der Klimakrise nicht zu halten“, wettert der Grüne Wohnbausprecher Georg Prack. Nachsatz: Nur mit konsequentem Vorgehen gegen „Betonsparbücher“ könnten steigende Mieten und Bodenversiegelung unterbunden werden.

Fairerweise sei gesagt: Die Grünen waren zu Zeiten von Christoph Chorherr selbst muntere Betonierer. Ob Bestechung im Spiel war, klärt gerade die Justiz. Erst mit dem Abschied aus der Stadtregierung kam der Sinneswandel.

Alexander Schönherr
Alexander Schönherr
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