27.02.2011 14:59 |

Bansko-Slalom

Mario Matt und Reinfried Herbst feiern Doppelsieg

ÖSV-Doppelsieg im Slalom von Bansko: Mario Matt feierte am Sonntag den 13. Weltcupsieg seiner Karriere und verwies seinen Landsmann Reinfried Herbst um vier Hundertstel auf Platz zwei. Weltmeister Jean-Baptiste Grange (Frankreich/+0,48) landete mit Respektabstand auf Rang drei. Manfred Pranger komplettierte als Siebter das gute Ergebnis der ÖSV-Asse.

Gesamt- und Slalom-Weltcup-Leader Ivica Kostelic (Kroatien) war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden, womit sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Schweizer Didier Cuche (Schweiz) vor den letzten neun Saisonrennen weiter 569 Punkte beträgt. In der Slalom-Wertung schmolz dagegen Kostelic' Polster auf Grange vor den letzten beiden Torläufen auf 36 Zähler zusammen.

Matt: "Die Zeit war reif"
"Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen", betonte Matt nach seinem ersten Weltcup-Sieg seit dem 14. März 2009 in Aare und dem bereits zwölften im Slalom. "Am Ende habe ich nicht mehr alles riskiert, deswegen ist es noch so knapp geworden. Ich bin überglücklich. Die Zeit war reif, dass ich wieder ein Rennen gewinne. In den letzten drei Rennen bin ich im zweiten Durchgang jeweils Laufbestzeit gefahren. Deshalb habe ich gewusst, dass, wenn ich wieder einmal einen gescheiten ersten fahre, der Sieg möglich ist."

Diesmal fuhr Matt im ersten Lauf Bestzeit, im zweiten genügte dann Rang sechs, um die Spitze erfolgreich zu verteidigen. Über Weihnachten habe er in St. Anton hart trainiert und damit den Grundstein zum Weg zurück an die Spitze gelegt. "Dabei habe ich eine gute Abstimmung und damit wieder die nötige Sicherheit gefunden. Das ist das Wichtigste, da steht man dann beruhigt am Start und kann voll attackieren", erklärte der zweifache Ex-Weltmeister, der als Vierter in Garmisch eine WM-Medaille nur um 21 Hundertstel verpasst hatte.

Herbst: "Ex aequo hätte auch gepasst"
Neben Matt freute sich auch Herbst riesig über seinen zweiten Platz. "Ein Traumergebnis! Ich meine, Mario hätte sich die vier Hundertstel sparen können, ex aequo hätte auch gepasst, aber ich freue mich für ihn. Er hat auch so gekämpft, hatte ebenfalls eine harte Zeit", gratulierte der Salzburger, der schon nach dem ersten Lauf Zweiter gewesen war, seinem Teamkollegen.

Herbst war nach der verpatzten WM (Out im 2. Durchgang) ganz locker in den Bansko-Slalom gegangen. "In der letzten Zeit habe ich es so mit Krampf versucht, dass mir nichts aufgegangen ist. Deshalb habe ich nach der WM einen Strich gezogen und damit einen Neustart gemacht. Heute habe ich nicht viel überlegt, bin einfach drauflosgefahren. Das war ein gutes Rezept. Und eine kompakte harte Piste wie hier in Bulgarien liegt mir persönlich mehr", gab der Olympia-Zweite von Turin 2006 zu Protokoll.

Das Ergebnis

1.

Mario Matt (AUT)

1:50,35


54,21

56,14

2.

Reinfried Herbst (AUT)

1:50,39

+0,04

54,33

56,06

3.

Jean-Baptiste Grange (FRA)

1:50,83

+0,48

54,89

55,94

4.

Felix Neureuther (GER)

1:51,18

+0,83

55,10

56,08

5.

Michael Janyk (CAN)

1:51,35

+1,00

54,64

56,71

6.

Steve Missillier (FRA)

1:51,42

+1,07

55,80

55,62

7.

Manfred Pranger (AUT)

1:51,50

+1,15

55,00

56,50

8.

Jens Byggmark (SWE)

1:51,58

+1,23

55,23

56,35

9.

Cristian Deville (ITA)

1:51,62

+1,27

54,84

56,78

10.

Nolan Kasper (USA)

1:51,73

+1,38

55,42

56,31

11.

Markus Vogel (SUI)

1:51,99

+1,64

54,95

57,04

12.

Stefano Gross (ITA)

1:52,03

+1,68

54,77

57,26

13.

Manfred Mölgg (ITA)

1:52,07

+1,72

55,97

56,10

14.

Marc Gini (SUI)

1:52,09

+1,74

55,92

56,17

15.

Giuliano Razzoli (ITA)

1:52,11

+1,76

55,24

56,87

16.

Fritz Dopfer (GER)

1:52,33

+1,98

55,39

56,94

17.

Ted Ligety (USA)

1:52,37

+2,02

55,90

56,47

18.

Mattias Hargin (SWE)

1:52,59

+2,24

55,48

57,11

19.

Matic Skube (SLO)

1:52,60

+2,25

56,11

56,49

20.

Thomas Mermillod Blondin (FRA)

1:52,63

+2,28

56,24

56,39

Maxime Tissot (FRA)

1:52,63

+2,28

56,00

56,63

22.

Patrick Biggs (CAN)

1:52,73

+2,38

56,31

56,42

23.

Marc Digruber (AUT)

1:53,08

+2,73

56,43

56,65

24.

Naoki Yuasa (JPN)

2:03,46

+13,11

55,96

1:07,50

Ausgeschieden im 1. Lauf u.a.: Christoph Dreier, Manuel Wieser (beide AUT), Ivica Kostelic (CRO), Kilian Albrecht (BUL), Kjetil Jansrud (NOR)
Ausgeschieden im 2. Lauf: Julien Cousineau (CAN), Andre Myhrer, Axel Bäck (beide SWE), Lars Elton Myhre (NOR), David Chodounsky (USA), Justin Murisier (SUI)

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