Blanke Lügen

Mann täuscht Körperverletzung und Überfälle vor

Wien
25.02.2011 13:31
Drei Raubüberfälle und eine Körperverletzung soll nach Angaben der Polizei ein 23-Jähriger in Ottakring vorgetäuscht haben. Beim jüngsten "Fall" hat sich der junge Mann selbst Wunden am Hals zugefügt. Anschließend meldete er sich als Opfer bei der Exekutive. Der Arbeitslose, der bei den "Taten" unter Alkoholeinfluss stand, schob die Schuld jedes Mal vehement auf Ausländer.

Kurz nach Mitternacht hatte der Wiener am Montag einen Überfall angezeigt: Er sei in der Nähe seines Wohnortes in der Arnethgasse von einem Ausländer mit einem Messer bedroht und ausgeraubt worden, erzählte der 23-Jährige. Dabei hätte ihm der Kriminelle Schnittverletzungen am Hals zugefügt. Ein ärztliches Gutachten brachte diese Version der Geschichte allerdings in Wanken. Denn die Wunden, so die Mediziner, stammten eindeutig nicht von einem Messer.

Nach intensiven Einvernahmen legte der Verdächtige ein Geständnis ab. Er habe von Mai 2009 bis Februar 2011 zwei schwere Raubüberfälle und einen versuchten schweren Raub vorgetäuscht. Ein viertes vermeintliches Delikt - er behauptete von Ausländern zusammengeschlagen worden zu sein - entpuppte sich ebenfalls als erlogen.

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