"Rendezvous" perfekt

US-Raumfähre "Discovery" an ISS angedockt

Wissenschaft
26.02.2011 21:11
Rendezvous gelungen: Zum letzten Mal in ihrer 26 Jahre dauernden Karriere hat die US-Raumfähre "Discovery" an der Internationalen Raumstation ISS festgemacht. Überpünktlich dockte sie am Samstag um 20.14 Uhr MEZ am Außenposten der Menschheit an. Das komplizierte Manöver dauerte insgesamt fast drei Stunden. Eine Woche lang werden die sechs Astronauten auf der ISS bleiben.

Vor dem Andocken musste das Spaceshuttle noch den obligatorischen Rückwärtssalto machen, damit die ISS-Besatzung Hunderte Fotos aus vielen Blickwinkeln von ihm schießen konnte. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will anhand der Aufnahmen herausfinden, ob der Hitzeschild der "Discovery" noch intakt ist. Nach dem Start der Raumfähre waren Schaumstoffteile von der Tankisolierung abgebrochen und gegen die Außenhülle geprallt. Schäden am Hitzeschild wären ein hohes Risiko beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Die NASA ging zunächst nicht von Defekten aus.

Anbaumodul und Roboter an Bord
Die "Discovery" brachte bei ihrem 13. Besuch ein Anbaumodul sowie Ersatzteile zur ISS. Außerdem hat sie einen humanoiden Roboter im Gepäck, der auf der Station getestet wird. Für Montag und Mittwoch sind Außeneinsätze der Shuttle-Crew im All geplant. Neben der US-Raumfähre sind derzeit der europäische Raumtransporter "Johannes Kepler", eine russische Sojus-Kapsel und ein japanisches Transportvehikel bei der ISS.

Mehrfach Geschichte geschrieben
Seit ihrem ersten Start am 30. August 1984 hat die "Discovery" mehrfach Geschichte geschrieben. Sie brachte 1990 das Weltraumteleskop "Hubble" ins All, dem die Wissenschaft Aufnahmen des Weltraums von zuvor unbekannter Qualität verdankt. Sie war zudem das erste Shuttle, das unter dem Kommando einer Frau flog: Eileen Collins war 1999 die Kommandantin. Zudem war der "Discovery" die Aufgabe zugefallen, nach den Explosionen der Raumfähren "Challenger" 1986 und "Columbia" 2003 als erstes Shuttle wieder ins All zu starten.

Noch zwei Shuttle-Flüge geplant
Die NASA plant dann noch maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS, bevor die Raumgleiter komplett außer Dienst gestellt werden. Die "Endeavour" soll am 19. April starten. Die "Atlantis" könnte am 28. Juni zum letzten Flug eines Spaceshuttles starten. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein. Die US-Regierung hat eine eigene Neuentwicklung aus finanziellen Gründen ausgesetzt.

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