"Ich stieg aus und begann zu weinen. Ich wollte nur weg", wird die Sängerin im Nachrichtenmagazin "News" zitiert, das den Vorfall jetzt publik machte. Der rassistische Rausschmiss habe sich demnach am Abend des 10. Februar am Taxi-Standplatz Oper/Kärntnerstraße zugetragen.
Der Wiener Taxi-Innung sei der Vorfall bisher nicht gekannt gewesen, so deren Chef Andreas Curda. Um den Mann zur Verantwortung ziehen zu können, benötige man das Kennzeichen des Autos, sagte er. In Wien gebe es 4.500 Taxis. Von dem betreffenden Fahrer weiß man, dass er 50 bis 60 Jahre alt und grauhaarig ist. Ihm droht eine Geldstrafe oder auch ein Taxilenker-Entzugsverfahren.
Zweifel bei der FPÖ, Empörung bei den Grünen
Der Fall hat am Donnerstag kommunalpolitische Wellen geschlagen. Die Grünen appellierten an die Wirtschaftskammer, in ihrem Bereich eine anti-rassistische Offensive zu starten, die FPÖ meldete Zweifel bezüglich der Schilderung des Vorfalls an. "Einen ganzen Berufsstand anzupatzen, ohne auch nur den kleinsten Beweis für die Behauptungen zu haben, ist mehr als schäbig", meinte der freiheitliche Verkehrssprecher Toni Mahdalik.
"In einer Großstadt wie Wien darf es nicht sein, dass Menschen mit anderer Hautfarbe kein Taxi mehr benützen können", erklärte hingegen der Integrationssprecher der Grünen Wien, Senol Akkilic. Die Erklärung der Taxi- Innung, dass es nahezu unmöglich sei, den betreffenden Fahrer ausfindig zu machen, bezeichnete der Grüne als zynisch und unsensibel.









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