Betriebsurlaube

Viele Unternehmen stehen jetzt freiwillig still

Oberösterreich
31.07.2021 20:00

Maschinen werden heruntergefahren und abgeschaltet, Werkzeuge sortiert, Stapler, die normal Teile aus dem Lager bringen, in der Parkposition abgestellt! An diesem Wochenende beginnt in vielen Produktionsbetrieben in Oberösterreich der freiwillige „Sommerschlaf“. Im Betriebsurlaub bleiben aber nicht alle untätig: Die Zeit wird oft für Wartungsarbeiten und Modernisierungen genutzt.

„Wir machen von 2. bis 8. August Urlaub“, verrät der Mühlviertler Kindermatratzen-Hersteller Träumeland in einer eigenen E-Mail-Signatur. „Wir urlauben von 1. bis 15. August“, teilt das Lokal „Der Ganglwirt“ in Engerwitzdorf auf seiner Internetseite mit - ob Produktionsfirma, Gastronomiebetrieb oder Dienstleister - viele Unternehmen stehen in den nächsten Wochen freiwillig still. Grund: Betriebsurlaub!

Für Mitarbeiter am Ende der Produktionskette dauert der Betriebsurlaub bei KTM länger, verrät Pierer-Mobility-Vorstand Viktor Sigl (Bild). (Bild: Markus Wenzel)
Für Mitarbeiter am Ende der Produktionskette dauert der Betriebsurlaub bei KTM länger, verrät Pierer-Mobility-Vorstand Viktor Sigl (Bild).

Bei Motorradhersteller KTM dauert der heute beginnende „Sommerschlaf“ je nach Abteilung zwischen zwei und drei Wochen. „Mitarbeiter, die in der Endmontage der Produktion tätig sind, können länger Urlaub machen“, verrät Pierer-Mobility-Vorstand Viktor Sigl. Am MAN-Werksgelände in Steyr kehrt ab Montag gleich für drei Wochen Ruhe ein. Bei Anhängerproduzent Schwarzmüller haben in der Zentrale in Freinberg 700 Mitarbeiter bis zum 16. August frei, ehe sie wieder in die Büros und Montagehallen zurückkommen.

Der August steht auch im BMW-Werk in Steyr im Zeichen des Urlaubs. (Bild: BMW Group Werk Steyr)
Der August steht auch im BMW-Werk in Steyr im Zeichen des Urlaubs.

30 Beschäftigte halten derweil die Stellung und arbeiten. „Sie sind im Dienst, um Instandhaltung zu machen und die Betreuung der Kunden, zum Beispiel, wenn Ersatzteilteile benötigt werden, sicherzustellen“, sagt Geschäftsführer Roland Hartwig.

Öfen ausgetauscht
Gleich vier Wochen Pause genehmigt sich die Bäckerei Brandl in Linz. „Stammkunden bunkern für die Zeit und frieren unser Gebäck daheim ein“, erzählt Franz Brandl. In der Backstube wurden der Fußboden und die Öfen ausgetauscht: „Es gibt immer was zu tun.“

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