Im Video vom 12. Februar greift George Hotz Sony an, er werde nicht klein beigeben: "Ihr legt euch mit dem Typen an, der die Schlüssel zu eurem Tesor hat", heißt es etwa. Damit spielt er wohl auf den von ihm veröffentlichten, vollständigen Root-Key der PlayStation 3 an, mit dem sich der Kopierschutz der Konsole aushebeln lässt.
Unter anderem wegen Veröffentlichung desselben steht Hotz seit Monaten gegen Sony vor Gericht, die Firma hat aber bisher nur einen Teilsieg davontragen können. Um den Prozess weiter finanzieren zu können und Sony "einige der schlagkräftigsten Anwälte" gegenüberstellen zu können, hat Hotz nun auf seiner Website um Spenden gebeten. Sein Anwalt hat "ars technica" gegenüber bestätigt, dass sämtliche Spenden in einen Fonds für den Prozess fließen. Hotz hat sein erstes Ziel, mehr Anwälte einzustellen, bereits realisieren können.
Hotz sieht sich nicht als Hacker
Aufgeben will er den Kampf David gegen Goliath nicht - denn der junge Mann beharrt darauf, kein Hacker zu sein - er sei gegen "Massenpiraterie", verstoße nicht gegen das Copyright und könne sich sogar mit DRM anfreunden. Er sei lediglich der Meinung, ein Kunde solle mit einem gekauften Gerät tun können, was er will. Daher wolle man ihn einschüchtern und zum Schweigen bringen.
Verbraucherverteter mit Sammelklage gegen Sony
Sony kämpft unterdessen vor Gericht nicht nur gegen Hotz und weitere angebliche Hacker, die Firma sieht sich ebenfalls in den USA außerdem einer Sammelklage von Verbrauchervertretern gegenüber. Es geht um die Frage, ob die "Other OS"-Funktion, die die Installation des alternativen Betriebssystems Linux auf der PS3 ermöglichte (siehe Infobox), von Sony zu Unrecht entfernt wurde. Das Unternehmen hatte den entsprechenden Menüpunkt bei einem Firmwareupdate entfernt. Hotz war einer jener Hacker, die sie dennoch wieder zum Laufen brachten - ein weiterer Punkt der Anklage gegen ihn. Die Sammelklage gegen Sony ist unterdessen vorerst gescheitert, kann aber binnen zwanzig Tagen neu eingereicht werden.









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