29.07.2021 19:55 |

Aufgriff in London

Fall Leonie: Geflüchteter Afghane (22) gefasst

Jener Verdächtige, der sich nach dem gewaltsamen Tod der 13 Jahre alten Leonie aus Tulln auf der Flucht befand, ist gefasst. Der Afghane wurde laut „Krone“-Infos von österreichischen Zielfahndern in Großbritannien aufgespürt und festgenommen. 

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Der Zugriff sei es in London erfolgt, heißt es weiter. Aufgespürt worden sei der 22 Jahre alte Gesuchte in einem Viertel, in dem die afghanische Community stark vertreten ist. Der Verdächtige wartet nun auf seine Auslieferung nach Österreich. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sprach von einem „ganz großen Erfolg“ der heimischen Zielfahndung in Zusammenarbeit mit der Justiz. „Die Einvernahmen werden jetzt dann in weiterer Folge die Fluchtroute zeigen“, erklärte er in der „ZiB 1“.

Wie berichtet, war nach dem Flüchtigen bereits seit Wochen per europäischem Haftbefehl gesucht worden. Er hatte sich nach dem Fund der leblosen Leonie auf einem Grünstreifen in der Donaustadt abgesetzt und war außer Landes geflohen. Drei weitere Landsmänner des Afghanen im Alter von 18, 20 und 23 Jahren befinden sich bereits in Untersuchungshaft.

Laut Ermittlungen hatte sich die 13-Jährige am Abend vor ihrem Tod mit dem 20-Jährigen und dem 22-Jährigen am Donaukanal getroffen, gemeinsam gingen sie dann weiter in die Wohnung des 18-Jährigen in der Donaustadt, der als Hauptverdächtiger geführt wird. Dorthin soll dann auch der 23-jährige Verdächtige gekommen sein. 

22-Jähriger bereits dreimal vor Gericht
Der 22-Jährige stand in Österreich seit 2018 bereits dreimal vor Gericht, offenbar wegen Verstößen nach dem Suchtmittelgesetz - und wurde auch verurteilt. Zudem wurde er auch bereits sechsmal polizeilich angezeigt. Bereits im Jahr 2017 war ein negativer Asylentscheid ergangen, womit eine Abschiebung des 22-Jährigen zulässig gewesen wäre. Eine Rückkehraufforderung wurde erlassen, gegen die der Afghane aber Beschwerde einreichte.

„Jüngster“ Verdächtiger weit älter
Zuletzt hatte das Alter des als ursprünglich „jüngsten“ Tatverdächtigen in dem Fall für Schlagzeilen gesorgt. So hatte ein Gutachten ergeben, dass der vorgeblich erst 16 Jahre alte Afghane, der laut eigenen Angaben mit der 13 Jahre alten Leonie liiert gewesen sein will, weit älter ist. Angenommen wurde nach mehreren Untersuchungen ein tatsächliches Alter von 20 Jahren. Er war damit zum Zeitpunkt der Tat bereits volljährig.

Die 13-Jährige war am 25. Juni leblos auf einem Grünstreifen neben der Viktor-Kaplan-Straße in Donaustadt aufgefunden worden. Wie sich herausstellte, war das junge Mädchen unter Drogen gesetzt und mehrfach vergewaltigt worden. Wenig später hörte das Herz der 13-Jährigen zu schlagen auf.

Christoph Budin
Christoph Budin
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