Ab Mai brauchen Bürger aus acht osteuropäischen Ländern - Ungarn, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Polen, Estland, Lettland und Litauen - keine Genehmigung mehr, um bei uns arbeiten zu können. Das Institut IMAS aus Oberösterreich befragte dazu im Dezember 2010 und Jänner diesen Jahres 1.008 für die österreichische Bevölkerung über 16 Jahre repräsentative Personen in persönlichen Gesprächen.
Überraschend: 57 Prozent der Österreicher gaben dabei an, zum erstem Mal von der Liberalisierung zu hören. Laut IMAS gehen aber 70 Prozent davon aus, dass viele Osteuropäer von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen werden. Nur 12 Prozent meinen, dass eher wenige auf den Arbeitsmarkt drängen werden. Negative Auswirkungen auf ihre persönliche Lebenslage befürchten 39 Prozent, 5 Prozent rechnen mit positiven. 56 Prozent erwarten weder gute noch schlechte Einflüsse auf ihre eigene Situation.
Laut der Umfrage der Europapolitik-Gesellschaft rechnet knapp die Hälfte der Befragten mit einem "starken Zuzug" nach Österreich. Gleichzeitig erwarten sich 49 Prozent der hier ebenfalls rund 1.000 Befragten, dass die illegale Beschäftigung zurückgeht. Positiv werde etwa das von der Bundesregierung "zur Beschlussfassung vorliegende Lohndumpinggesetz sowie verstärkte Kontrolle zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung" aufgenommen.
Ungarn und Slowenen am willkommensten
Laut IMAS unterscheiden die Österreicher sehr stark nach Ländern. Die Meinungsforscher legten den Befragten eine Liste mit 23 Ländern vor und wollten wissen, die Bewohner welcher Staaten am ehesten das Recht haben sollten, in Österreich zu arbeiten. Am beliebtesten waren dabei mit 18 Prozent die Ungarn, gefolgt von den Slowenen (17 Prozent). An dritter Stelle folgen die Kroaten (15 Prozent), deren Land aber erst EU-Beitrittskandidat ist.
Drei Viertel meinen laut der Umfrage der Europapolitik-Gesellschaft, dass die Abschottung des Arbeitsmarktes auch für Bulgaren und Rumänen voll bis 2013 ausgeschöpft werden sollte.









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