21.07.2021 16:02 |

Bei Sequenzierungen

Anteil der Delta-Variante schon bei 43 Prozent

Die erstmals im indischen Bundesstaat Maharashtra nachgewiesene sogenannte Delta-Variante des Coronavirus ist in Österreich weiter am Vormarsch. Mittlerweile sind rund 43 Prozent der 2190 sequenzierten Proben in der Kalenderwoche 28 für diese Mutation verantwortlich. Das zeigt der neueste Varianten-Bericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Das sind österreichweit 942 Fälle in der Zeit vom 12. bis 18. Juli. Die meisten wurden in Wien entdeckt.

In der Bundeshauptstadt wurden seit Entdeckung der Delta-Mutation 1374 Fälle nachgewiesen. Das bedeutet, dass die Fälle in Wien bereits mehr als 51 Prozent der insgesamt nachgewiesenen Delta-Fälle ausmachen (insgesamt 2692 Fälle bisher in Österreich). Deshalb geht Wien bei den Öffnungsschritten am Donnerstag einen vorsichtigeren Weg und lässt die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz weiter gelten.

Anteil der Delta-Variante in Wien am höchsten
Der Anteil der Delta-Variante am Wiener Infektionsgeschehen liegt laut Auskunft des medizinischen Krisenstabes der Stadt weiterhin bei etwa 60 Prozent. Nach Wien hat Niederösterreich mit 297 die meisten bestätigten Fälle der Delta-Variante. In Tirol wurden 219 Fälle, in Oberösterreich 203, in der Steiermark 176, in Salzburg 149, in Vorarlberg 125, in Kärnten 97 und im Burgenland 52 Fälle dieser Mutation registriert.

AGES überwacht Virus-Mutationen 
Mit April 2021 wurde die AGES vom Gesundheitsministerium beauftragt, ein Überwachungssystem (Sentinel-System) für neu auftretende und bereits existierende Mutationen von SARS-CoV-2 einzuführen. Mit diesem Überwachungssystem wird ein Überblick über die derzeit in Österreich auftretenden Mutationen beziehungsweise Varianten gewonnen. Im letzten Monat Juni insgesamt 380 Proben aus neun Bundesländern bzw. vom Flughafen Wien eingesandt.

Von den aktuellen besorgniserregenden Varianten konnten die britische Mutation Alpha (339 Proben), die südafrikanische Mutation Beta (1 Probe), die brasilianische Mutation Gamma (6 Proben) und die indische Mutation Delta (3 Proben) festgestellt werden. Diese Varianten sind leichter übertragbar und sind in einigen Regionen der Welt zum vorherrschenden SARS-CoV-2-Typ geworden.

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