20.07.2021 06:21 |

Seit Jahren Probleme

Verzweifelte Mieter kämpfen mit Wasser

„Land unter“ hieß es am Wochenende für viele Betroffene in Steinbrunn. Für Eva R. und ihren Mann war es allerdings nicht das erste Mal. Bereits seit vielen Jahren haben sie mit Überflutungen zu kämpfen. Grund dafür dürfte ein überlasteter Kanal und die zunehmende Verbauung sein.

Ein Zuhause in dem man alt werden kann, sollte die Wohnung sein, in die Eva R. und ihr Mann in Steinbrunn zogen. Sie investierten und anfangs schien alles perfekt, doch mittlerweile entwickelt sich die Anlage zum Albtraum. Das erste Mal sei das Wasser gestanden, nachdem ein Supermarkt samt Parkplatz in der Nähe gebaut worden sei. Später folgten Siedlungsbauten.

„Mit jeder Reihe die dazu gebaut wird, steht das Wasser ein paar Zentimeter höher“, erzählt R. So auch wieder am Wochenende: Feuchtes Stiegenhaus und nasse Garage. Über die Jahre seien die Schienen für das Garagentor abgerostet. Hinzu komme, dass es Risse in den Wänden der Wohnung gibt. R. vermutet einen Zusammenhang mit dem Regenwasser.

Bodenversiegelung als Grund
Der Grund für die Überflutungen dürften das abschüssige Gelände und ein überlasteter Kanal sein. Dass das Gebiet die letzten Jahre zunehmend verbaut wurde, dürfte die Situation noch verschärfen. „Der Kanal ist unterdimensioniert“, meint auch die Grüne Klubobfrau Regina Petrik, die sich in die Sache eingeschaltet hat.

Der Kanaldeckel werde hochgedrückt und Wasser sowie Schlamm schießen empor. Für Petrik ist der Fall ein Beispiel, was die Folgen sein können, wenn alles zubetoniert wird. Sie fordert, dass nun endlich etwas passiert. R. befürchtet, dass es noch schlimmer werden könnte, wenn weitergebaut wird. Zudem hätten Beschwerden bei der Siedlungsgenossenschaft bisher keine Besserung aber Kosten gebracht.

Suche nach Lösung
Bei der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft ist man sich des Problems bewusst. Man versuche mit der Gemeinde eine großflächige, nachhaltige Lösung zu finden, betont OSG-Chef Alfred Kollar. Auch Bürgermeister Thomas Kittelmann kennt die Thematik. Als Lösung sei angedacht, einen zweiten Kanal und ein Pumpwerk zu installieren.

Christoph Miehl
Christoph Miehl
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