18.07.2021 19:59 |

Überschwemmungen

Heli-Video: So dramatisch ist die Lage in Salzburg

Die Starkflut hat Salzburg am Wochenende übel mitgespielt. Hallein wurde am Samstag überschwemmt, auch in Mittersill wurde der Katastrophenalarm ausgelöst. Helikopter-Aufnahmen zeigen nun erstmals das ganze Ausmaß der Verwüstung im Pinzgau.

Der Kothenbach war in Hallein zum reißenden Fluss geworden und sorgte in der Salinenstadt am Samstagabend für ein Bild der Zerstörung.

Hunderte Feuerwehrleute waren in der Bezirkshauptstadt im Einsatz, um den Anwohnern zu helfen, die um ihr Hab und Gut kämpften und versuchten, sich und ihre Liebsten in Sicherheit zu bringen.

Schlamm aus den Straßen entfernt
Das Ausmaß der Flut-Katastrophe wurde erst am Sonntag langsam ersichtlich, als der Schlamm aus den Straßen und Gassen entfernt, Keller ausgepumpt und Wohnungen und Geschäftsräume vom angespülten Gerümpel befreit wurden. Auch das Bundesheer half in Hallein am Sonntag bei den Aufräumarbeiten mit.

Hallein hat es zwar besonders hart getroffen, doch auch andere Teile Salzburgs litten unter den enormen Wassermassen. So wurde etwa auch in Mittersill Katastrophenalarm ausgerufen, war der Ort auch am Sonntag noch abgeschnitten.

Beeindruckende Helikopter-Aufnahmen vom Land Salzburg zeigen nun erstmals das komplette Ausmaß aus dem Hochwassergebiet im Pinzgau (siehe Video oben).

2300 Feuerwehrleute im Einsatz
Bis zu 2300 Feuerwehrleute waren in der Nacht und am Sonntag im Einsatz, berichtete das Land Salzburg. Experten des Katastrophenschutzes schätzten die Lage mit Überflügen aus der Luft ein, wo dies möglich war. Das Bundesheer war mit einem Erkundungstrupp vor Ort und entsandte Soldaten für einen Assistenzeinsatz nach Hallein.

In Mittersill war die Brücke am Abend nach wie vor angehoben und eine Umfahrung eingerichtet. Die Pinzgauer Lokalbahn bei Uttendorf sowie die ÖBB-Strecke zwischen Bruck und Zell am See und der Zugverkehr zwischen Taxenbach und Lend, Golling und Werfen waren gesperrt, ebenso die Felbertauernstraße und die Salzachuferstraße in Bruck.

Zivilschutzalarm auch in Zell am See
Auch in Zell am See wurde am frühen Sonntagabend aufgrund der Hochwasser führenden Salzach und der stark steigenden Pegel im Rückhaltebecken Zivilschutzalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde von der Bezirkshauptmannschaft aufgefordert, in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich auch von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten.

35 Personen nach Murenabgang eingeschlossen
In der Kürsingerhütte in Neukirchen waren 35 Personen aufgrund eines Murenabgangs eingeschlossen, aber nicht in Gefahr. Sie sollten geborgen werden. Wildbachverbauungen und -sperren hatten ihre Funktion erfüllt und noch größere Schäden verhindert.

In Pfarrwerfen (Pongau) wurde ein Haus wegen instabilen Hanges evakuiert, sieben Personen wurden in Sicherheit gebracht. Das Trinkwasser in Kuchl war verunreinigt, weil Schmutzwasser ins Quellschutzgebiet eingedrungen war.

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