Im Schussfeld

FPK- und ÖVP-"Generäle" kämpfen ums Kärntner Heer

Kärnten
16.02.2011 23:33
Jetzt bringen sich die Kärntner Parteien im Kampf um die Zukunft des Bundesheeres in Stellung. Die „Generäle“ von FPK und ÖVP, Uwe Scheuch und Josef Martinz schießen scharf gegen Minister Norbert Darabos. Die beiden Allierten werfen Darabos vor, das Militärkommando auflösen zu wollen.

Der erste Schuss kam von Uwe Scheuch. Seitens des Verteidigungsministers sei unwidersprochen geblieben, dass er das Militärkommando Kärnten und weitere vier Brigaden und Bataillone in Kärnten zusperren wolle, so der Obmann des FPK. Und wörtlich meint der blaue Parteichef: „Die vorliegenden Pläne sind ein Desaster für die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres im Katastrophenfall, aber auch für die Kärntner Wirtschaft. Da sind Hunderte Arbeitsplätze in Gefahr.“

Politischen Feuerschutz bekommt Scheuch von Martinz. „Die ÖVP Kärnten protestiert schärfstens gegen Pläne zur Schließung des Militärkommandos. Ein Abbau von Bundesheer-Mitarbeitern würde auch Einsätze im Katastrophenfall gefährden“, sagt Martinz.

Minister-Sprecher: Militärkommando bleibt
Der Sprecher von Darabos, Stefan Hirsch, sieht in den Aussagen allerdings nur „Panikmache“. Denn das Militärkommando Kärnten würde selbstverständlich erhalten bleiben, auch die Pioniere und ähnliche Einheiten. Hirsch: „Dass aber alle Truppenteile aliquot kleiner werden, wenn das gesamte Freiwilligenheer kleiner wird, liegt auf der Hand.“

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

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