Entsetzen über Demo
Berlusconi: "Habe Frauen immer mit Respekt behandelt"
Berlusconi meinte, die Demonstrationen seien von der oppositionellen Linken instrumentalisiert worden. "Die Linke nutzt jeden Vorwand, um den Gegner zu stürzen, den sie auf demokratische Weise bei Wahlen nicht besiegen kann", sagte Berlusconi in einem TV-Interview am Montag.
"Alle Frauen, die mich kennengelernt haben, wissen, wie sehr ich sie schätze. Ihnen gegenüber habe ich mich stets mit großer Aufmerksamkeit und Respekt verhalten. Sowohl meine Unternehmen als auch meine Regierung haben immer Frauen in den Vordergrund gestellt, weil ich wirklich überzeugt bin, dass sie besser als die Männer sind. Sie sind besser in der Schule, in der Universität, sie sind intelligenter und zuverlässiger. Ich habe immer dafür gesorgt, dass sich jede Frau einmalig fühlt", sagte Berlusconi.
Staatsanwaltschaft mache Frauen zum Gespött
"Die Mailänder Staatsanwaltschaft und die Medien haben dagegen die Würde der Frauen verletzt, die bei mir zu Gast waren. Sie haben sie ohne Grund dem öffentlichen Hohn ausgeliefert und dabei die Wahrheit verzerrt. Das ist wirklich eine Schande, eine große Schande", kommentierte Berlusconi.
"Italien ist kein Bordell"
In Italien hatten am Sonntag Hunderttausende Frauen ihren Ärger über den Sex-Skandal um Berlusconi auf die Straße getragen. In Städten wie Neapel und Palermo skandierten die Frauen "Italien ist kein Bordell" und forderten Berlusconi auf Transparenten zum Rücktritt auf. Angeführt von Schauspielerinnen, Politikerinnen und anderen prominenten Italienerinnen gingen Frauen in allen größeren Städten des Landes auf die Straße - neben rund 30 Städten im Ausland. Unterstützt wurden die Demonstrantinnen auch von Männern.
Richterin entscheidet noch diese Woche über Eilprozess
Für Berlusconi hat eine entscheidende Woche begonnen. Bis Ende dieser Woche wird die Mailänder Untersuchungsrichterin Cristina Di Censo entscheiden, ob gegen den Premierminister ein Eilprozess wegen Amtsmissbrauchs und Sex mit einer minderjährigen Prostituierten beginnen soll. Der Premierminister steht seit fast zwei Jahren wegen Sexaffären im Rampenlicht der Medien.











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.