Volksbegehren

"Nichtraucher-Papst" der Bayern hilft Österreichern

Österreich
08.02.2011 17:24
Still ist es geworden um das Rauchverbot-Volksbegehren. Und weil es die heimischen Initiatoren offenbar allein nicht schaffen, haben sie sich jetzt Unterstützung aus Deutschland geholt. Sebastian Frankenberger, verantwortlich für das strikte Qualmverbot in Bayern und dort für viele Hassfigur Nummer eins, soll hierzulande mit Rat und Tat helfen.

Ziemlich rasch hatten sich auf Facebook mehr als hunderttausend Fans des österreichischen Rauchverbot-Volksbegehrens gefunden. Doch dann geriet die ganze Sache ins Stocken. Schon längst hätte die Eintragungsphase starten sollen, doch sie wurde verschoben und verschoben.

Jetzt allerdings setzen die Initiatoren auf Hilfe aus Deutschland und da auf Sebastian Frankenberger, wohl einer der (zumindest von Rauchern) meistgehassten Menschen in Bayern und dort verantwortlich für das strikte Qualmverbot. "Ja, ich bin in Österreich als Berater dabei. Wir wollen die Bewegung auf eine breitere Basis stellen, und ich bin vom Erfolg überzeugt", so der 30-jährige Ex-Politiker, der vergangenes Jahr das Volksbegehren "JA! Zum Nichtraucherschutz" startete.

"Weil ich viel in Österreich bin"
Geld erhält er für seinen Job nicht. Warum er sich dann nicht mit dem Erfolg in Deutschland begnügt, sondern auch im Ausland auf ein strenges Rauchverbot drängt? "Weil ich viel in Österreich arbeite und deshalb auch persönlich betroffen bin. Nichtraucher müssen geschützt werden", so Frankenberger.

In Bayern zog sich der "Nichtraucher-Papst" den Unmut vieler Gastronomen zu, er erhielt Hausverbote in Restaurants und Bars, wurde beschimpft und bedroht. Das österreichische Volksbegehren soll jetzt im Herbst über die Bühne gehen.

von Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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