Seniorenbund-Chefin:

Lebensfreu(n)de statt Einsamkeit im Alter

Österreich
28.06.2021 06:00

Nicht erst seit den Lockdowns steigt die Gefahr der Vereinsamung - deren Folgen eine halbe Milliarde pro Jahr kosten. Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec will der Einsamkeit nun quasi per Krankenschein den Kampf ansagen. Diese solle im Rahmen der Pflegereform einer physischen Krankheit gleichgesetzt werden.

Spazieren gehen, Karten spielen, Theaterbesuche und Tanzkurse - es sind banale Dinge, doch nicht für einsame Menschen. Müssen sie alles alleine machen, hat das laut Korosec gravierende Folgen für die Gesundheit: „Einsamkeit macht krank. Zweisamkeit ist also eine wichtige präventive Maßnahme, die physischer Pflege gleichgestellt werden muss.“ Vergleichbar mit bereits existierenden Initiativen in Deutschland, Frankreich oder Finnland, fordert die Ex-Volksanwältin nun Ähnliches von österreichischen Sozialversicherungen.

Hälfte der über 60-Jährigen alleine
Von den über 60-Jährigen leben etwa bereits die Hälfte der Österreicher alleine. Die Gefahr, an Depressionen oder Herzkrankheiten zu leiden, steige. Die Lebensfreude sinke zunehmend.

Ingrid Korosec warnt eindringlich vor der Vereinsamung, nicht nur bei den Älteren. (Bild: ÖVP/zwefo)
Ingrid Korosec warnt eindringlich vor der Vereinsamung, nicht nur bei den Älteren.

Gesellschaft für einsame Menschen
Genau da möchte Korosec mit der Initiative „Lebensfreu(n)de statt Einsamkeit“ ansetzen. Proaktiv sollen Begleiter eingesetzt werden, die einsamen Menschen Gesellschaft beim Betreiben ihrer Hobbys und Interessen ermöglichen. „Das macht einsame Menschen gesünder und glücklicher“, so die engagierte Politikerin.

Auch die Einsamkeitsvorsorge müsse ausgebaut werden, Einsamkeit endlich wie eine Krankheit bekämpft werden.

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